Wasserspiele im Schlosspark

Kurfürst Carl Philipp haben wir diesen Garten zu verdanken. Er wohnte zwar im nahen Mannheim, ließ Schwetzingen aber als Sommerresidenz und Jagdschloss ausbauen. Damals war der Garten noch sehr viel kleiner, da er aber exotische Gewächse liebte, baute er gleich auch eine Orangerie.

Sein Nachfolger ließ den Garten im französischen Barockstil erweitern. Es entstanden Laubengänge, Blumenrabatte und Wasserspiele. Letztere gefallen mir besonders gut.

Meine Lieblingsecke befindet sich im nordwestlichen Bereich. Hier steht auf einen terrassierten Unterbau ein Rundtempel, der dem griechischen Gott Apollo gewidmet ist.

Noch schöner ist aber der Garten des Badehauses mit seinem Vogelbrunnen. In der Mitte sitzt ein Uhu mit einem Fasan in seinen Fängen. Über ihm sitzen im Kreis zwanzig andere Vögel und bespucken ihn mit Wasser. Frag mich nur, was der gute angestellt hat? Nachzulesen wäre es bei Aesop.

Ich bin noch am Überlegen ob es positiv oder negativ für die Einwohner ist, dass Schwetzingen am Ende der Welt liegt. So jedenfalls heißt im Volksmund ein Gemälde beim Vogelbrunnen. Am Ende eines langgestreckten Laubengangs ist eine Flusslandschaft zuerkennen. Bedingt durch diesen langen Gang und geschickten Lichteinfall entsteht der Eindruck, man könnte in die Landschaft hineinlaufen.Versuch wäre es ja mal wert. Bei Marry Poppins funktioniert es ja auch.