auf dem Treidlerweg

Unsere heutige Tour führt uns mal nicht in die Hügel des Pfälzer Wald oder Odenwald.

Heute begeben wir uns auf die Spuren der Treidler.

 

Mit der Bahn geht es nach Rülzheim und dann mit dem Bus weiter bis Hördt. Zum Glück ist heute Werktag, denn sonst hätten wir die Tour im 2 km entfernten Rülzheim beginnen müssen.

So sind es von der Haltestelle am Hördter Rathaus nur ein paar     100 Meter bis zum Einstieg am Wanderparkplatz.

Wir überqueren den Michelsbach und bekommen einen ersten Eindruck, was uns heute an Natur erwartet. Er bleibt für die nächsten Kilometer unser treuer Begleiter, auch wenn er nicht immer sichtbar ist.

 

 

 

 

 

 

Mich wundert, dass die Pflanzen hier am Waldboden trotzdem noch genug Licht zum Wachsen und Gedeihen bekommen.

Zuerst geht es entlang großer Maisfelder, bis wir den Wald erreichen. Der bietet zum Glück so viel Schatten, dass die Hitze erträglich wird.


Ab und zu lässt sich auch ein Blick auf den Michelsbach erhaschen. Wir sind also noch auf dem richtigen Pfad.

Doch nicht mehr lange, denn kurz nach der Schutzhütte kehren wir ihm den Rücken und folgen jetzt dem Altrhein.

Wie gut, dass der Pfad so super ausgeschildert ist, denn vor lauter Büschen sieht man kein Wasser.


Zumindest nicht das vom Altrhein, wohl aber können wir den einen oder anderen Blick auf die vielen Fischteiche werfen, die sich jetzt links von uns aneinander reihen. Was da wohl für Fische drin sind? Wir könnten ja mal einen der vielen Fischreiher fragen, doch die sind viel zu weit weg und die Schwäne bevorzugen anderes Futter.

Wie schön muss es im Frühjahr hier sein, wenn all die Seerosen blühen. Zu dieser Jahreszeit ist die Pracht längst vergangen. Nur eine einzige letzte Blüte konnten wir ausmachen.

Schließlich erreichen wir den Hochwasserdamm und können von seiner Anhöhe endlich einen Blick auf den Altrhein werfen.

Ein Stück geht es jetzt auf dem Damm entlang, bis wir wieder in den Wald abbiegen und nach kurzer Strecke endlich auf Vater Rhein treffen.

Erst jetzt haben wir den eigentlichen Treidlerweg erreicht. Wie einfach haben es die Schiffe doch heute. Sie sind nicht mehr auf Strömung und Wind angewiesen und meistern mit Motorenkraft jede Strecke.

Doch Motorschiffe gibt es erst seit 1950. Davor war Manneskraft gefragt, um die Lastkähne an langen Seilen gegen die Strömung zu ziehen.

Das war bestimmt kein leichter Job. War die Strömung an manchen Stellen sehr stark, bedurfte es bis zu 200 Männer. Wenn ich mir den Pfad so betrachte, stelle ich mir das ziemlich chaotisch vor.

Zum Glück muss ich ja heute kein Schiff ziehen und kann die Aussicht auf den Rhein mit seinen Lastkähnen genießen.

Doch es lohnt auch immer wieder der Blick nach rechts auf die Altrheinarme mit den abgestorbenen Bäumen.

Irgendwann verlassen wir dann (auf gut ausgeschilderten Wegen) das Rheinufer, wandern zuerst wieder durch die Rheinauen und zum Abschluss durch Apfelhaine zurück nach Hördt.

Anreise
Anreise

Bahn bis Rülzheim

weiter mit 

Bus bis Hördt Rathaus (Mo-Fr)

Einkehr
Einkehr

in Hördt


Strecke
Strecke

Start: Wanderparkplatz Hördt

Ziel    : Rundweg

Km     : 12 km