in Teufels Küche

Es sieht doch heute ganz nach einem sonnigen Herbsttag aus. Das müssen wir nutzen um mal wieder die Pfalz zu erkunden.

Zuerst steuern wir per Bahn Hinterweidenthal an.

Zum Glück ist noch Saison und der "Bundenthaler“ ist unterwegs. Der fährt uns zuverlässig von Landau direkt ins Felsenland, auch wenn er seine besten Tage schon hinter sich hat.

 

Am Ort angekommen sieht man schon den ersten Felsen über der Stadt thronen. Der ist heute aber nicht unser Ziel. Wir wollen zum Wahrzeichen von Hinterweidenthal und begeben uns auf die..

Ein kurzer, steiler Aufstieg und schon stehen wir vor dem Buntsandsteinfelsen.

Die Legende besagt, dass einst der Teufel des nachts durch den Wald lief und wohl Hunger verspürte, denn er suchte nach einem Rastplatz. War aber keiner da. Blöd war er aber auch nicht und so packte er einfach zwei Felsen übereinander und fertig war der Tisch. Nach dem Mahl war ihm wohl nicht mehr nach körperlicher Ertüchtigung, denn er ließ alles wie es wahr und trollte sich von dannen.

284 Tonnen soll er schwer sein, mit einer 3 Meter dicken Tischplatte. Entstanden ist der "Teufelstisch“ durch Erosion und wenn ich mir den Tischfuß genauer betrachte, frage ich mich, wann das ganze Gebilde wohl zusammenkracht. Übrigens wuchs seit dem 19.Jhdt eine noch größere Kiefer auf ihm. Die überlebte jedoch ein Hagelgewitter im Jahre 1999 nicht. Ob da wohl der Teufel seine Hand im Spiel hatte?

Wir folgen von hier brav der Markierung durch den Wald und selbst der umgestürzter Baum kann weder Mensch noch Drache vom rechten Weg abbringen.

Scheint, als ob unser Teufel des öfteren hier verweilt hat, denn nach nur wenigen Metern erreichen wir die Teufelsküche. Ich finde, hier müsste mal aufgeräumt werden. Aber wer will sich schon mit dem Teufel anlegen.

Anständiger sieht dann die Teufelsschmiede aus. Wenn nicht meine Drachen, wer sonst könnte dem Satan hier so richtig einheizen.

Wir verlassen jetzt des Teufels Revier und wandern durch den Wald zurück Richtung Hinterweidenthal.

Angesichts der Bänke am Wegesrand frage ich mich, ob man Wanderer von einer längeren Rast abhalten möchte.

Der Teufel wird doch nicht am hellichten Tag sein Unwesen treiben? Vielleicht aber ist die umgekippte Bank gar sein Werk?

Ich verdränge jetzt einfach alle Gedanken an Luzifer und erfreue mich lieber an der Natur. Obwohl wir mitten im Wald sind, blüht an vielen Stellen Erika. Bei der Pilzsuche waren wir nicht so erfolgreich. Hätte auch keine eingesammelt, sondern nur gerne fotografiert.

Zum Glück gibt es ja in dieser Gegend keine gefährlichen Tiere (mal von zwei Drachen und dem Teufel abgesehen).

Dieser hübsche Schmetterling begleitet uns aber ein ganzes Stück bis wir schließlich den Wald verlassen und wieder in Hinterweidenthal eintreffen.