Weihnachtsmärkte an Blies und Saar

Es ist mal wieder Adventszeit und damit auch Weihnachtsmarktzeit. Wie auch die letzten Jahre, haben wir uns ein Ziel für ein Wochenende ausgesucht. Dieses mal geht es an die Saar, aber mit einem kleinen Umweg.

beim heiligen Wendelin

14.12.2018

5°C
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2 km
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Weihnachtsmärkte öffnen ihre Pforten ja bekanntlich erst gegen 12:00Uhr. Da brauchen wir nicht mitten in der Nacht aufstehen und sind trotzdem rechtzeitig am Ziel. Von Ludwigshafen bringt uns die Bahn mit einmal umsteigen in Saarbrücken direkt nach       St Wendel.

 

Die Stadt ist nach dem heiligen Wendelin benannt und dem werden wir heute noch ein paar mal begegnen.

 


Immer der Nase nach (wir Drachen riechen Futter meilenweit gegen den Wind) geht es zum Schlossplatz. Frauchen traut uns nicht ganz und befragt lieber ihr Handy. Dabei kommt sie aber zum gleichen Ergebnis. Eigentlich hätte sie auch einfach Ausschau halten können, denn die große Weihnachtspyramide ist schon von weitem zu erkennen.


Uns zieht es aber zu den vielen Ständen mit Kunsthandwerk. Sind die (B)engel und Weihnachtsmänner nicht niedlich?

Haben wir schon erwähnt, dass wir ein Faible für Rentiere haben? Wo immer wir eines entdecken, wird erst mal eine Runde geritten. Doch Frauchen will weiter. Es gibt ja noch so viel zu sehen.

Wenige Schritte weiter entdecken wir, versteckt zwischen Buden, den heiligen Wendelin. 

Durch Wendelins Adern floss eigentlich königliches Blut. Das Leben hat ihm aber wohl nicht gefallen und so entschied er sich Gott zu dienen und zog aus, sich eine Platz dafür zu suchen. Den fand er in der Gegend von Blies und Saar, wo er als Viehhirte lebte. 

Im zu Ehren wurde im 14. Jhdt die Wendelinusbasilika erbaut, in der auch sein Grab zu finden ist. Also für eine Basilika ist die ziemlich groß, aber im Inneren mit wunderschönen Wandmalereien verziert.


 

Genug Kultur für heute, wir haben jetzt Hunger und da kommt so ein gegrillter Lachs immer gut.

 

Da ist sogar der Weihnachtsmann einer Meinung mit uns. 


Danach geht es gestärkt durch die Altstadt und vorbei an weiteren Buden mit Kunstwerk. Die finden wir ja tausendmal schöner, als so einen Plunder wie Töpfe und Pfannen oder andere Dinge, die auf einem Weihnachtsmarkt eigentlich nichts zu suchen haben.

Ein Blick auf die Karte (ja, auch Drachen brauchen die manchmal) sagt uns, dass wir unbedingt noch einen Abstecher ins Zwergendorf machen müssen. Dabei kommen wir an den Rentieren vom Weihnachtsmann vorbei. Keine Angst Frauchen, die sind uns dann doch zu groß für eine extra Runde.

 

Dafür gefällt es uns bei den Zwergen richtig gut. Stunden könnten wir hier verbringen. Es gibt so viel zu entdecken.


Irgendwann drängt Frauchen zum Aufbruch. Wir wollen ja heute noch weiter nach Saarburg und haben hier noch nicht alles gesehen. 

Es gibt nämlich neben dem normalen Weihnachtsmarkt auch noch einen Mittelaltermarkt und dort treffen wir ihn wieder. Nein, nicht den armen Teddy, der als Bogenbewacher missbraucht wird, sondern den heiligen Wendelin als Viehhirten.


 

So ein Mittelaltermarkt ist immer wieder spannend. Da gibt es ganz andere Buden und die Angebote sind weniger weihnachtlich. Mit hundert prozentiger Sicherheit sind da auch Drachen dabei. Kasimir findet ja die geschnitzten Stöcke toll. Die Ähnlichkeit ist doch verblüffend, oder?

 


Mit Weihnachten hat der Mittelaltermarkt sonst eher weniger zu tun. Nur ein paar Kamele warten auf ihren Einsatz beim Krippenspiel. Das war jetzt aber nicht so toll. Der Engel hat ziemlich blöd gegrinst und keiner der drei Heiligen kam aus Afrika.

Da fanden wir das Puppentheater doch entschieden besser. Die hatten wenigstens einen Drachen im Angebot. 


Apropos Drache, selbst einem Feuerwesen wie uns wird es irgendwann zu kalt. Die Dämmerung setzt auch langsam ein. Es wird Zeit sich auf den Weg zum Bahnhof zu machen. 

Dabei treffen wir noch auf ein paar Fabelwesen mit ihrem Feuerwagen. Eigentlich könnten die uns doch zum Bahnhof bringen.

Schaut man auf die Karte, wäre es auf direktem Weg gar nicht so weit zu unserem heutigen Ziel. Leider gibt es aber keine direkte Zugstrecke dort hin und so müssen wir erst zurück nach Saarbrücken und dann immer entlang der Saar bis Saarburg. Inzwischen ist es dunkel und richtig kalt. Wie schön, dass im Hotel ein warmes Zimmer auf uns wartet.

Unser Wirtshaus im Zentrum von Saarburg ist ein wenig versteckt, aber wir haben es dann doch gefunden und es uns im kleinen Zimmer unter dem Dach gemütlich gemacht.

Ein wenig hellhörig war es, aber da unser Nachbar keine Parties gefeiert hat, war es ok. 

Entschädigt hat uns dafür ein sehr leckeres Frühstücksbuffet am nächsten Morgen


Wirtshaus zum Pferdemarkt


St Wendel hat uns mit seinem Weihnachtsmarkt richtig gut gefallen, weil er anders ist, als die meisten.

Morgen steht dann noch ein eher außergewöhnlicher Markt auf dem Programm.

Weihnachtsmarkt an der Saar