auf Schusters Rappen

 

Wenn der Herbst sich von seiner besten Seite zeigt, muss man das einfach nutzen. Also ab in den Pfälzerwald. Für heute haben wir uns den Hauensteiner Schusterpfad vorgenommen. Anreise, wie immer, mit den Öffentlichen und zum Glück fährt noch der "Bundenthaler“, der uns einmal umsteigen erspart.

Hugo hat schon gleich das erste entdeckt. 

Vom Bahnhof Hauenstein Mitte sind es nur wenige Schritte und wir stehen an einem der Zugänge des Schusterpfades. Von hier aus werden wir dem gelben Zeichen mit dem Schuh folgen. 


Auf schmalen Waldwegen geht es bergauf. Wir wollen ja zu den Felsen und die gibt es nun mal nicht im Tal.

Doch lange dauert die Kraxelei nicht und wir erreichen schon bald den Bergrücken mit dem ersten Felsen. Hier haben Wind und Wetter ein riesiges Tor in den Fels gehauen.

Bevor wir von hier dem Schusterpfad folgen, machen wir einen kleinen Abstecher zum Nedingfelsen.

Vom Felsen selber sieht man jetzt nicht so viel, denn wir befinden uns ja auf seinem Sandsteinrücken. Der Blick auf Hauenstein ist aber genial.

Zurück auf dem Pfad bleiben wir noch ein wenig auf dem Bergrücken und wandern entlang weiterer Felsformationen.

Kurz darauf geht es in Kehren abwärts ins Tal und dann kommt ein Stück, dass uns weniger gut gefällt, weil es durch den Ort Hauenstein führt. 

Wir sind froh, als wir endlich wieder den Wald und den zweiten Zugang am Ankers Kreuz erreichen.

Hier trennen sich der Keschdeweg (den wir vor einiger Zeit gelaufen sind) und der Schusterpfad. 

Wie unterschiedlich doch der Baumbestand im Wald ist. Folgt man dem Keschdeweg, läuft man durch Kastanienwälder und könnte säckeweise Kastanien sammeln.

Hier auf dem Schusterpfad sind es eher Eichen.

Es geht auch wieder bergauf. Logisch, denn wie bereits erwähnt, sind die Felsen nicht im Tal. Die Steigung hält sich aber in grenzen und schon bald sind wir am Kreuzelfelsen angelangt.

Wir haben inzwischen wieder den Bergrücken erreicht und es geht nicht mehr bergauf. Vom Pfad folgen wir einem Stichweg zum Dörreinfelsen.

Hauenstein liegt uns hier sozusagen zu Füßen.

Doch rechts und links geht es in die Tiefe, deshalb wage ich mich nur vorsichtig nach vorne.


Zurück auf den Schusterpfad führt uns die Ausschilderung um den Felsen herum und auf einem ganz schmalen Pfad entlang weiterer Felsen. Na hoffentlich sind wir hier richtig. Sehr vertrauenserweckend sieht der Trampelpfad nicht aus und ich möchte den auch nicht wieder zurück laufen müssen.

Kurz bevor wir doch umdrehen wollen, sind wir wieder auf dem Plateau und werden mit einem weiteren Fernblick belohnt.

Auf dem weiteren Weg kommen wir immer wieder an solchen Steinhaufen vorbei. Wozu die wohl gut sein sollen?

 

 


Und große Felsen gibt es auch ohne Ende:

Höhepunkt unserer heutigen Tour ist sicher der Hühnerstein. Der hat jetzt aber nichts mit Hühnern (nicht mal mit Elwedritsche) zu tun.

 

Sein Name kommt von Hünenstein und ein Hüne ist er ganz gewiss. 

 

Diese Leiter klettere ich aber ganz bestimmt nicht hinauf und sei der Blick von oben auch noch so genial. Ich erfreue mich lieber an den Eidechsen, die sich in der  Sonne tummeln.

Am Wegesrand leuchtet der Farn in der Sonne und würde ich mich besser auskennen, könnte ich mir eine leckere Pilzmahlzeit im Wald zusammensammeln. 

Am Wanderheim "Dicke Eiche" würden wir schon gerne eine Rast einlegen, aber bis man da heute bis zur Theke vorgedrungen ist, ist es wahrscheinlich dunkel.

 

 

Der zweite Teil des Schusterpfads, der sich hier anschließt ist weniger spektakulär was die Felsen betrifft. 

Ein breiter Weg führt von hier talwärts. Leider ist heute ein sonniger Herbstsonntag und so muss man acht geben, dass man nicht von einer Gruppe Mountainbiker überrannt wird.

 

Ok, dass der Fliegenpilz giftig ist, weiß sogar ich, aber nett anzuschauen ist er schon.

 

 

Auch den Abstecher zur dicken Eiche sparen wir uns. Es gibt sie nämlich nicht mehr.

 

300 Jahre wurde sie alt, doch dann hat ein Bekloppter sie vor 23 Jahren mit einer Motorsäge verletzt. Hat ihr nicht gut getan und 2011 musste sie leider gefällt werden. 

Wir beschließen daher, ihn hier zu verlassen und den Rückweg nach Hauenstein über den Pfälzer Waldpfad anzutreten.


Erst geht es auf schmalen Waldwegen recht steil bergab und dann im Tal immer der Queich folgend

zurück nach Hauenstein, wo wir von einer alten Dame empfangen werden..


Anreise
Anreise

mit der Bahn bis

Bhf Hauenstein Mitte

Einkehr
Einkehr

Wanderheim "Dicke Eiche"

Sa/So und Feiertage 09:00-18:00 Uhr

Mai - Okt auch Mi 


Strecke
Strecke

Start: Bhf Hauenstein Mitte

Ziel    : Bhf Hauenstein Mitte

Km     : 12.6 km

Schusterpfad bis "Dicke Eiche"

von dort

Pfälzer Waldpfad nach Hauenstein