70 Jahre Luftbrücke

70 Jahre ist es jetzt her, dass die berühmten Rosinenbomber die eingeschlossenen Stadt Berlin mit Lebensmitteln und Kohle aus der Luft versorgt haben. Grund genug das Jubiläum zu feiern und so mache ich mich auf den Weg nach Wiesbaden-Erbenheim.

Auf dem Gelände der Clay-Kaserne findet heute ein großes Fest statt.

Bin ich froh, dass ich mich gegen Berlin und für Wiesbaden entschieden habe, denn sonst hätte ich nicht viel von den alten Maschinen gesehen. 

Eigentlich schade, dass man am Hauptort des Geschehens keine vernünftige Veranstaltung organisiert bekommt. 

bei den Amerikanern in Wiesbaden

In Wiesbaden hingegen klappt die

Organisation. Sogar die Buslinie 28 ab

Mainz Hauptbahnhof fährt am heutigen Feiertag in kürzeren Abständen und bringt mich direkt vor die Tore der Kaserne.

Dort angekommen ist erst mal Security-Check angesagt, aber das ist ok und geht erstaunlich schnell und routiniert.

Ein wenig muss ich dann noch warten bis sich pünktlich um 09:30 Uhr die Tore öffnen.

Jetzt bin ich wirklich froh, dass ich so früh aufgestanden bin. Schon zu dieser frühen Stunde sind viele Menschen unterwegs, aber noch hat man die Chance die alten Ladies ohne Menschenmassen im Hintergrund zu fotografieren. Einige stehen auf dem Flugfeld bereit, um später am Programm teilzunehmen.

Die anderen stehen auf dem Vorfeld und lassen sich in aller Ruhe und ausgiebig von allen Seiten betrachten. Nur anfassen darf man die Schätzchen nicht. Das haben die Piloten nicht so gerne.

hübsche Ladies
70 Jahre Luftbrücke

Auch muss man noch nicht Schlange stehen, um mal einen Blick ins Cockpit zu werfen. Allerdings beneide ich die Jungs nicht, die auf diesen

Bänken über den Teich geflogen sind.

Aber wer weis, vielleicht wird das die neue Low-Cost nach Amerika.

 

 

im Cockpit einer DC3

Schon bald wirft der erster Flieger die Motoren an, hebt habt und startet damit das Flugprogramm.

Ein Dutzend Fallschirmspringer entlässt er

hoch oben in der Luft.

Ich bin echt beeindruckt, wie elegant und

punktgenau die landen können.

Und die amerikanische Flagge muss natürlich auch mit.

Ich habe ja die Planungen zu diesem Ereignis im Internet verfolgt und zu Beginn war noch die Rede von 40 Flugzeugen. Naja, am Ende waren es hier wohl noch etwa die Hälfte und davon sind nur sechs in die Luft gegangen.

Aber immerhin bekommt man doch einen Eindruck, wie das wohl mit den Reihenstarts und -landungen war.

Schon nach wenigen Minuten sind alle sechs Maschinen airborn.

Ihren Namen verdanken die Rosinenbomber wohl dem Piloten Gail Halvorsen.

Der hatte nämlich die Idee, Schokolade an Taschentücher zu binden und diese vor der Landung abzuwerfen. Die Berliner Kinder haben sich gefreut und schon bald beteiligten sich auch andere Piloten daran. In den Päckchen waren vermutlich auch Rosinen.

Rosinenbomber im Anflug

Eigentlich wollte ich den Tag mit einem echten amerikanischen Burger oder Hotdog krönen, aber die Schlange war gefühlte 2 km lang und ich wäre wahrscheinlich verhungert gewesen, bevor ich meine Bestellung hätte aufgeben können.

Irgendwann wird es mir auch zu voll. Selbst jetzt um 13:00 Uhr strömen noch die Massen. Fotografieren ist fast nicht mehr möglich und so beschließe ich den Rückzug anzutreten, bevor das Chaos der Abreise beginnt.