bei Dornröschen & Co

Na, wie gut kennt ihr denn unsere deutschen Märchen?

Kommt doch einfach mit auf den 6 Kilometer langen "Gebrüder Grimm Märchenweg“ und testet euer Wissen an sieben Stationen.

Verlaufen kann man sich dabei nicht.

Dazu müssen wir aber erst mit Bahn und Bus bis fast an die französische Grenze. Dort liegt das Dorf Dörrenbach. "Dornröschen der Pfalz“ nennt es sich und ein wenig verschlafen wirkt das romantische Örtchen auch.


Am Brunnen vor dem Tore spuckt der Bus uns aus. Hier fließt heute kein Wasser. Vielleicht hatte der Frosch einfach keinen Bock mehr auf das Spiel mit der Prinzessin.

 

Aber worum ging es denn überhaupt? Was musste der arme Kerl der Prinzessin denn aus dem Brunnen holen?


Wir folgen der "Krone“ und der Hauptstraße und kommen vorbei an malerischen Fachwerkhäusern,

 

der historischen Wehrkirche

 

 

 

 

 

und dem alten Rathaus


Zugegeben, verschlafen kann auch schön sein und mit Recht hat der Ort im Jahre 1975 die Auszeichnung als schönstes Dorf an der Südlichen Weinstraße verdient.

Hier an der Hauptstraße fließt sogar Wasser aus dem Brunnen, aber alle anderen sind leider trocken; selbst der Dornröschenbrunnen. Auch überlege ich die ganze Zeit, wo der denn im Märchen vorkommt?

Ist ja aber auch egal, denn gleich nebenan treffen wir auf die Hauptdarstellerin des Märchens. Die männliche Nebenfigur in Form des Prinzen hat ihren Auftritt erst viel später, wenn er die schlafende Schönheit wach küsst.

Ob Dornröschen wohl immer noch schlafen würde, wenn sie hässlich gewesen wäre? Na, wie viele Jahre hat der Herr sich mit dem erlösenden Kuss Zeit gelassen?


Hinter dem Dornröschengarten verlassen wir den Ort. Das erste Stück der Wanderung geht entlang der Straße bergauf Richtung Wanderparkplatz. Das ist weniger schön, aber zum Glück ist heute kaum Verkehr und so sind wir schon bald am "Alten Bild“ 

 


Dort treffen wir auf Schneewittchen. Nach wem die wohl Ausschau hält? Zipfelmützen sind jedenfalls keine im Wald zu sehen, da wird sie wohl alleine mit der bösen Königin klar kommen müssen.

Die will Schneewittchen um die Ecke bringen, aber womit versucht sie ihr das Leben zu nehmen?


Jetzt sind wir auch richtig im Wald angekommen. Von hier führt der Weg über Waldboden immer noch leicht ansteigend zum nächsten Märchen. Immer wieder kommen wir an umgestürzten Bäumen vorbei (oder was von denen über geblieben ist)

 

Mein frecher Drache entdeckt natürlich sofort den Thron aus Holz und fühlt sich wie der King.


Beim "Sterntaler“-Märchen komme auch ich ins Straucheln. Worum ging es da denn noch?

 

 

 

 

Jedenfalls fielen Sterne vom Himmel, die sich verwandelten. Aber in was?


 

Unser führt leider immer noch bergauf.

 

Also, im Pfälzer Wald kann man vielleicht seinen Drachen vergessen (oder auch absichtlich zurück lassen, wenn er sich mal wieder nicht benimmt),

aber verlaufen kann man sich nicht.

 

 

 

An jeder Weggabelung oder Kreuzung finden sich die Symbole, die einen auf den richtigen Pfad führen.


Dafür ist das nächste Märchen ganz einfach.

"Knusper, knusper, knäuschen..."

Weiß doch jedes Kind, wen Hänsel und Gretel dort antreffen.

(Und wenn Hugo nicht aufpasst, landet er stattdessen im Ofen)


Oder wird hier eine königliche Teeparty belauscht? Oder ein geheimes Zwergentreffen?

Nanu, was ist denn das? Haben die Bäume im Pfälzer Wald etwa Ohren?


Und schon sind wir beim vorletzten Märchen angekommen. Das ist aber eines meiner Lieblingsmärchen, denn so einen Goldesel hätte ich auch gern. (oder den "Knüppel aus dem Sack")

 

 

 

 

Was aber genau bekommen die drei Brüder als Lohn?


Na, welches Märchen fehlt denn noch? Rapunzel vielleicht? Ein Turm taucht gerade vor uns auf.

Der hat aber zu viele Fenster und sieht so gar nicht wie ein Märchenturm aus.

Wir sind auf dem höchsten Punkt unserer Tour angekommen, dem 481 Meter hohen Stäffelsberg.

Hier stand schon seit 1887 ein Aussichtsturm. Den ersten haben aber 1947 die Franzosen platt gemacht. Berg ohne Aussichtsturm geht aber mal gar nicht, dachten sich die Dörrenbacher und so steht seit 1964 der neue Betonturm hier oben.

Ganz ehrlich, die Metallrosen machen ihn auch nicht unbedingt schöner, aber das ist Geschmackssache.


Geht man mit offenen Augen durch den Wald, kann man auch so manches schöne Pflänzchen bewundern und sogar die ersten Heidelbeeren sind schon reif.

Zum Schluss stehen wir dann doch vor Rapunzel's Turm. Zugegeben, der ist auch nicht viel schöner.

 

 

 

 

Na, was ruft der Prinz, damit er zu seiner Liebsten kommt?

Vielleicht hätte er sich mal einen Drachen zulegen sollen, dann wäre er einfach empor geflogen. 


Sehr steinig sieht der allerdings nicht aus.

Nachdem wir unser letztes Rätsel gelöst haben,

folgen wir dem "steinigen Weg" bergab.

Jedenfalls führt er uns zum Ausgangspunkt nach Dörrenbach zurück.

Da wollten wir die Tour eigentlich auf dem Mittelalterfest ausklingen lassen, aber so recht überzeugt hat uns das nicht.


Und für alle, die mitgerätselt haben, hier die Lösungen:

eine goldene Kugel / 100 Jahre / mit Gürtel, Kamm und giftigem Apfel / in Goldtaler / eine Hexe / einen Esel, einen Tisch und einen Knüppel / "Rapunzel, Rapunzel, lass dein Haar herunter"

 

 

 

mehr Pfalz?