Lightseeing

Berlin ruft! Eigentlich muss diese Stadt bei mir sehr laut rufen, um sich Gehör zu verschaffen, denn trotz einiger Besuche in unserer Hauptstadt hat sie es noch nicht auf meine Bestenliste geschafft. Was führt mich dann nur immer wieder nach Berlin? Der Berliner Charme ist es nicht, mein Herz schlägt mehr für die kühlen Nordlichter. Früher war es die Faszination einer geteilten Stadt, aber auch davon ist ja nicht mehr viel über. Dieses Wochenende ist es das "Festival of Lights", welches mich anzieht. Mal schauen ob Berlin bei mir mit Lightseeing Punkten kann.

berlin 2015 StepMap berlin 2015

von Engelsflügen und Kartenhäusern

16.10.2015

10°C
10°C
730 km
730 km

Abreise an einem Freitag hat immer ein bisschen was von Nervenkitzel. Ab 16:00 Uhr immer die Hoffnung, dass keiner mehr anruft und man pünktlich in den Feierabend kommt. Die DB ist zwar bekannt für Verspätungen, aber warten werden die auf mich trotzdem nicht unbedingt.


Klappt aber alles, wenn auch ganz knapp und so sitze ich um 16:30 Uhr zumindestens mal im Zug gen Norden, was aber bei der Bahn auch noch nichts heissen will.

Wiedermal "muss" ich 1.Klasse reisen mangels Sparpreis in der 2. Klasse, aber es gibt schlimmeres.  

Sogar die 15 Minuten Verspätung holen wir bis Berlin wieder auf.


Mein Hotel ist gut gewählt, keine 2 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt, wenn man den richtigen Ausgang wählt.

Im Zimmer lockt ein Bett mit weichen Kissen, aber ich fürchte das muss noch ein wenig warten.

Das Frühstücksbuffet ist richtig lecker. Es gibt sogar Lachs und Erdnussbutter. Die hatte ich bisher noch auf keinem Buffet.


Steigenberger Hotel am Kanzleramt


Kurz stellte sich mir die Frage, ob ich es mir im Zimmer gemütlich mache und den Tag ausklingen lasse, oder noch losziehe, um mir einen Teil der Beleuchtung heute noch anzuschauen.

Berlin ist einfach zu groß, um alle Illuminationen an einen Abend abklappern zu können. Es bleiben einem ja auch nur knappe fünf Stunden pro Nacht.

Egal, ich ziehe jetzt nochmal los Richtung Potsdamer Platz und schau mir an, was da so geboten wird:


 

 

Die „Angels of Freedom“ sind schon von weitem sichtbar. Fünf riesige Engelsflügel fordern einen auf dem Marlene Dietrich Platz geradezu zu einer Fotosession auf.

Motto: (B)engel der Nacht.
Meine Drachen sind von der gesamten Engelschar ebenfalls angetan. So riesige Schwingen hätten die zwei glaube ich auch gerne.

 

 

 

 

 

 

 

 

Farbige Bäume weisen uns von hier den Weg Richtung Potsdamer Platz.

 

 

 

  

Auf halber Strecke treffen wir auf diese Gruppe Berliner Bären, die mit den Bäumen um die Wette funkeln.

Wie gut, dass meine Drachen nicht auf die Idee kommen sich mit ein wenig Feuerzauber an der Illumination zu beteiligen.

 

 

 

 

Keine paar Schritte weiter findet sich am Potsdamer Platz ein weiteres Highlight. Und das sogar im wahrsten Sinne des Wortes: 10 Meter hoch ist dieses beleuchtete Kartenhaus. Entstanden ist es anlässlich des Jubiläums "50 Jahre Deutsch-Israelische Beziehungen“.

 

James Bond lässt grüßen

17.10.2015

12°C
12°C
7.9 km
7.9 km

Der Tag weckt mich mit grauem Himmel, aber wenigstens regnet es nicht. Unter Zeitdruck stehe ich heute nicht. Also schauen wir erst mal, was das Frühstücksbuffet so zu bieten hat.

Ich gehöre noch der Generation an, der bei der Erwähnung von Berlin erst mal "geteilte Stadt" einfällt. Bei meinen ersten Besuchen stand noch "Mauer gucken" ganz oben  auf der To-do-Liste. Davon ist ja heute leider nicht mehr viel erhalten, aber geteilte Stadt bedeutet noch viel mehr.

 

Jeder kennt wohl das älteste Metier der Welt (zumindestens jeder Mann). Was aber verbirgt sich hinter dem zweitältesten? Es ist eng mit Berlin verknüpft, galt diese Stadt doch lange als deren heimliche Hauptstadt.

007 lässt grüssen, denn richtig geraten, zur zweitältesten Berufsgruppe gehören Späher, Spitzel, Agenten, Kodierer und Täuscher und das schon seit den alten Ägyptern.

Da liegt es doch nahe in der Hauptstadt ein "Spy-Museum" zu eröffnen. Ganz neu ist es und dort will ich mal schauen, ob ich von James Bond & Co noch was lernen kann.


 

 

Wie bereits erwähnt, gab es bereits im alten Ägypten Militärspione, babylonische Töpfer verschlüsselten ihr Glasurrezept in Keilschrift und wer weiss ob Kleopatra nicht einfach nur ein „Honey Trap“ war um Cäsar ins Bett zu kriegen und auszuspionieren.

 

 

 

 

 

Schuhsohlen als Geheimversteck zu nutzen ist ja wohl ein ganz alter Hut, aber dass man auch Glasaugen nutzt, war mir neu.

Da bekommt der Begriff „Holz(Äh Glas)auge sei wachsam“ doch gleich eine andere Bedeutung.

 

 

 

 

 

 

 

Aber, lieber Männer, dazu benötigt man auch das Kaliber eines 007, denn mit den Waffen einer Frau ist nicht zu spaßen, wie man an einigen Exponaten erkennen kann.

 

 

 

 

Potentielle Mörder erfahren hier, wie seit der Antike Menschen mit Giften und Drogen zum Reden oder zum Schweigen gebracht wurden. Schon mal was vom „bulgarischen Regenschirm“ gehört?

Mit einem solchen wurde der bulgarische Dissident Markow am Unterschenkel verletzt. Drei Tage später war er tot, gestorben an einer tödlichen Menge Gift, die ihm über die Schirmwaffe injiziert wurde. Genial, oder? Kein Wunder, dass diese Art zu vergiften in so manchem Thriller oder TV-Serie verarbeitet wurde.


Der hat zu mindestens eine Chiffriertechnik erfunden, die noch heute genutzt wird.

Die handliche Dechiffriermaschine erinnert mich ein wenig an den guten alten Rechenschieber.

Überhaupt sind Geheimbotschaften ein wichtiger Bestandteil des Spionagehandwerks und ihre Verstecke oft so unspektakulär, dass sie schon wieder genial sind, wie zum Beispiel der winzige Knopf mit der noch winzigeren Nachricht auf der Rückseite.


 

 

Natürlich ist dem Spion aller Spione ein ganzer Raum gewidmet. Wer kennt nicht 007's Besuche beim legendären Q wenn er sich sein neustes Spielzeug abholt und welcher Mann wird nicht neidische, wenn James immer in den Armen der schönsten und gefährlichsten Frauen landet und überlebt.

 

 

 

 

 

Auch der niedliche kleine Trabbi wurde zum Ausspionieren missbraucht.

 

 

 

 

 

 


Das Delfine und Seelöwen zum Aufspüren von Minen eingesetzt werden, ist ja bekannt, aber wusstet ihr, dass auch Bienen erfolgreich als Spione arbeiten? Die können nämlich Einzeldüfte mit großer Präzision ausfindig machen und die Ausbildung dauert gerade mal drei Stunden. (im Vergleich, der Mensch braucht drei Jahre um ein anständiger Agent zu werden)


Wer jetzt Lust auf den Job als Agent bekommen hat, dem sei gesagt: bewerben ist zwecklos. Geheimdienste suchen sich ihre Mitarbeiter lieber selber aus, zu groß ist die Gefahr den Feind in den eigenen Reihen zu haben. Da greift man doch lieber auf unverdächtige Tiere zurück.






Wo wir jetzt schon in der Thematik sind, können wir doch  gleich noch der Firma "Horch & Guck" einen Besuch abstatten. 






In diesem Gebäude hatte die Stasi ihren Sitz und die Originalbüros sind noch vorhanden. Von hier wurde bespitzelt und belauscht, was das Zeug hielt und das mit ziemlich miesen Methoden, wie ich finde.

Wanzen verstecken, Wände anbohren und mit Kameras versehen. Die hatten sogar Nachschlüssel und Dietriche, um in Wohnungen einzudringen, während die Bewohner auf der Arbeit waren. Keine besonders schöne Vorstellung.

Sogar ein Schlafzimmer und ein Kasino gab es im Gebäude. Bis 1960 hatte zweiteres noch eine Damentoilette, die später zur Küche umgebaut wurde. Frauen waren auf dieser Ebene der Macht nicht erwünscht. Haben die jetzt etwa uns Frauen nichts zugetraut oder hatten die Angst, wir könnten schlauer sein. Ein Hintertürchen gab es im Kasino übrigens auch. Da konnten der Minister und  seine Gäste sich bei Bedarf mal eben schnell absetzen.

Faszinierender finde ich jedoch den alten Paternoster. Wie schade, dass man mit dem nicht mehr fahren darf.

 

 

 

Voller neuer Eindrücke aus der Welt der Spione mache ich mich auf den Weg, um die Wiege Berlins zu erforschen.  

Vorher ist aber eine Stärkung nötig und was fällt mir dazu in Berlin ein? Currywurst natürlich. Das ist eines der Gerichte, welches ich daheim nie esse würde. Bin ich jedoch in Berlin, ist die Currywurst einfach ein Muss.

Wo aber liegt denn jetzt die Wiege der Stadt? Im Nikolaiviertel. Am Ufer der Spree wurde die heutige Hauptstadt im Jahre 1237 gegründete und somit ist die Nikolaikirche Berlins ältestes Gebäude. Zeitweilig an die ehemalige DDR ausgeliehen, hat Berlin seit der Wiedervereinigung auch seinen historischen Kern wieder.

Wahrzeichen und Amtssitz. Na, wovon ist wohl die Rede? Kleiner Tipp, genau betrachtet gehört es nicht zum Nikolaiviertel. Mit seinem 74 Meter hohen Turm und den roten Ziegelsteinen ist es aber kaum zu übersehen.

Die Rede ist natürlich vom Roten Rathaus (wie die nur auf den Namen gekommen sind?), welches seit dem Mauerfall wieder Sitz des Regierenden Bürgermeisters ist und somit ja auch ein wenig als Keimzelle zu betrachten ist.

So, jetzt einmal umgedreht mit dem Rathaus im Rücken und der Sonne im Osten. Nun liegt das Nikolaiviertel direkt vor mir und wartet darauf erforscht zu werden. Groß ist es nicht wirklich, aber voller Geschichte und Geschichten. Recht hilfreich bei der Erforschung ist der historische Pfad, dem ich jetzt folgen werde. Na denn: „Nischt wie rinn!“ – würde der Berliner sagen! Und vielleicht treffen wir unterwegs auf ein paar Berliner Originale, wie Schusterjunge, Blumenfrau, Leierkastenmann und Eckensteher Nante.

Letzterer pflegte gern an den Ecken herumzulungern, vorzugsweise in der Nähe von Kneipen oder Brantweinläden. Er wartetet auf Berlinerinnen, die schwer zu tragen hatten und half ihnen gegen einen kleinen Obulus die Einkäufe nach Hause zu tragen. Wo das Geld anschließend landetet ist wohl jedem klar.

600 Eckensteher soll es im 19. Jhdt in Berlin gegeben haben. Kein Wunder, dass das dem Magistrat irgendwann zu bunt wurde und er darin auch eine Steuereinnahmequelle sah. Ab sofort war dieser Dienst nur noch mit Erlaubnisschein und Steuernummer erlaubt. Mit Beginn der Industralisierung wurden die Eckensteher mehr und mehr durch Transportfirmen ersetzt und die heutigen Eckensteher haben mit dem Beruf nichts mehr gemein..

Das Viertel empfängt uns mit modernen Häusern in Elementbauweise (oder vielleicht doch Plattenbauten) Im Zweiten Weltkrieg hatte das Viertel schwer gelitten und nicht viel war über. Geändert hatte sich daran auch in den nächsten 34 Jahren nichts, sehr zum Leid der damaligen DDR. So konnte das natürlich nicht bleiben, zudem 750-Jahr-Feiern anstanden. Kurz entschlossen entschied man sich aus Prestigegründen das Viertel rund um die Nikolaikirche wieder aufzubauen. Dabei entstanden auch die Wohnhäuser für 2000 Einwohner.

Keine paar Schritte weiter, und mein Blick fällt auf ein kleines Haus mit Gaststätte, das Haus „Zum Nussbaum“. Das im Krieg zerstörte Original stand im benachbarten Alt-Cölln, strategisch günstig in der Nähe des Stadttors. Ideal für Durstige nach einer langen Reise oder für einen letzten Drink der Wachen nach der Schicht (oder vielleicht auch schon davor). Im Sommer kann man hier unter einer Schwarznuss sein kühles Bierchen zischen. Unschwer zu erraten, woher das Gasthaus seinen Namen hat.





Vor mir liegt jetzt die Nikolaikirche in voller Pracht. Die hebe ich mir aber für später auf und biege erst mal links ab. Hier in der Spanndauer Straße bezog Nathan Israel ein dreigeschossiges Bürgerhaus, nachdem sein 1815 gegründetes, hervorragend laufendes Kurzwarengeschäft erweitert werden musste. Damit war aber noch nicht Schluss mit der Expansion. Sein Enkel ersetzte bis 1902 das inzwischen auf sieben Häuser angewachsene Ensemble durch ein Kaufhaus mit sechs Etagen. 2000 meist jüdische Mitarbeiter fanden hier Anstellung. Doch dann kam der Krieg und mit ihm der Antisemitismus. Das Kaufhaus wurde zwangsarisiert.

Genau in dieser Straße lacht mich ein kleiner Laden an. Bei "tiger törtchen" gibt es Cupcakes in vielen Varianten. Wer kann da schon widerstehen? Ich jedenfalls nicht und meine Drachen schon erst recht nicht. Sechs Varianten haben wir getestet und davon war eine besser als die andere. 


Und dann stehe ich vor der Eiergasse, die kürzeste Gasse Berlins, gerademal so lang wie der „Paddenwirt“. Der verdankt seine Namen einer Hundertschaft betrunkener Frösche (Padden). Dumm, wenn man am Abend keine Lust mehr hat, die per Boot angelieferten Bierfässer zu entladen. Eines war wohl undicht und hatte die trinkfreudigen grünen Hüpfer angelockt. Na hoffentlich war da kein verwunschener Prinz dabei. Macht ja keinen so guten Eindruck, wenn der Angebetete gleich mit einer Fahne vor einem steht.





Ganz in der Nähe gibt es noch ein Gasthaus mit Geschichte, „Zur Rippe“. Waren die Leute hier eigentlich so wohlhabend, dass sie ständig auswärts essen konnten oder haben die in den vielen Gasthäusern ihren Frust im Bier ersäuft? Letzteres erscheint gar nicht so abwegig, bedenke man, dass der Wirt „Zur Rippe“ sein Auskommen mit selbstgebrauten Bier aufbesserte. (illegal) Muss aber gemundet haben, das Bier, denn er erhielt 1672 trotzdem das Schankrecht. Bei der Rippe handelt es sich übrigens um Knochen eines urzeitlichen Wales. Zu langweilig für den Berliner Volksmund, der sieht darin die Knochen eines erschlagenen Riesen.

Da wo der Kirchplatz auf die Poststraße trifft, wird es nochmal richtig eng. Hier stehen die Häuser ganz dicht am Kirchenbau und wo es am engsten ist, steht das Knoblochhaus. Dieses Bürgerhaus aus dem 18.Jhdt. ist das einzige wirklich alte Haus im Viertel. Treten wir doch ein, um einen Einblick in die Biedermeierzeit Alt-Berlins zu erhaschen.

Heimlich reinschleichen ist aber nicht, denn die alten Dielen knarzen gewaltig.






Die Poststraße war schon immer gut für Innovationen. Zu finden war hier die erste Berliner Apotheke, sowie das erste öffentliche Theater.


Früher war die Rechtsprechung öffentlich und so benötigte man ein dreiseitig offenes Gewölbe. Der Bürger sollte sehr wohl erfahren, was hier verurteilt wurde und was dem Schuldigen blühte. Wer hat schon mal vom Kaak gehört? Das ist die Figur am Eckpfeiler über dem ehemaligen Pranger. Sinnbild des Spotts und der Name rührt höchstwahrscheinlich wirklich von dem, was den meisten spontan dazu einfällt.

Was bietet sich in der Nähe eines Theaters noch an? Gaststätten, denn so ein Kulturgenuss macht hungrig. Das Restaurant „Zur Gerichtslaube“ bietet auch heute noch die traditionellen Speisen aus dem alten Berlin. Übrigens erinnert das Lokal mit seinem Renaissancegiebel an die alte Gerichtslaube.

 


Die Spree begrenzt das Nikolaiviertel nach Westen und ich weiß auch ganz genau, warum es meine Drachen jetzt dorthin zieht. Es ist nicht der Blick auf den Dom oder das neue Stadtschloss. Auch die imposante Fassade der Kurfürstenhöfe lässt die zwei kalt. Es ist der Heilige Georg im Kampf mit dem Drachen, der ihr Interesse geweckt hat. Ursprünglich zierte er ja den Hof des Stadtschlosses. Nach dessen Sprengung zogen Georg und Drache in den Volkspark Friedrichshain, bis sie hier im Nikolaiviertel eine endgültige Bleibe fanden. Natürlich muss ein Selfie Drache mit Drache sein.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es bleibt noch ein wenig Zeit bis zur Dämmerung und der Berliner Dom liegt quasi auf dem Weg. Da ich ihn bisher noch nie von innen besichtigt habe, werde ich die Gelegenheit jetzt nutzen. 


Der Dom wurde als ehemalige Hof- und Domkirche der Hohenzollern unter Kaiser Wilhelm II. in den Jahren 1894 bis 1905 neu gebaut. Sie bestand aus der Predigtkirche, der Tauf- und Traukirche. Im Keller, eine riesige Gruft mit unzähligen Sarkophagen. Dagegen ist das Tal der Könige gar nichts, sieht man mal von den bemalten Wänden ab. Die gibt es hier nämlich nicht.  

Wie gut, dass es inzwischen bereits gegen 19:00 Uhr dunkel wird und ich schon am richtigen Ort bin.Voller Tatendrang mache ich mich jetzt auf zum zweiten Teil von "Lightseeing".

Zum Glück sind die Gebäude, die ich mir heute vornehmen will nah beieinander und praktischerweise auf dem Weg zum Hotel und vor dem ersten stehe ich ja praktischer Weise bereits.

Hier die Stars der Nacht in chronologischer Reihenfolge:

 

 

 

 

 

 

Berliner Dom

 

 

 

 

 

 

Palais am Festungsgraben

 

 

 

 

 

 

Humboldt Universität

 

 

 

 

 

 

Hotel de Rome

 

 

 

 

 

 

und natürlich das Brandenburger Tor

sie betreten den amerikanischen Sektor

18.10.2015

15°C
15°C
730 km
730 km

Die geteilte Stadt Berlin - das ist jetzt 25 Jahre her, aber noch immer sind ein paar Überreste zu finden.

Mir bleibt noch ein halber Tag zur Spurensuche und da schau ich mir mal die Amis genauer an. 


"Überwindung der Mauer", ein gelungenes Denkmal vor dem Museum.  

Im ehemaligen amerikanischen Sektor Zehlendorf sind noch das Kino und die Bibliothek der US-Garnison erhalten geblieben. Hier dreht sich heute alles um die Zeit zwischen dem Einmarsch der Besatzungstruppen 1945 bis zu ihrem Abzug 1994.

In diese Zeit fällt auch die Blockade Berlins und die Luftbrücke. 

 

Und auch hier darf das Thema Spionage nicht fehlen, war doch Berlin ein besonders wichtiger Schauplatz für das Kräftemessen der gegnerischen Geheimdienste. Sogar einen Spionagetunnel gab es. Von hier aus wurden die russischen Telefonleitungen angezapft.

 

 

 

 

Natürlich darf auch "the American way of live" in Berlin nicht fehlen. An diesem historischen Ort pulsierte  einst das amerikanische Leben. Das Hauptquartier General Lucius D. Clay Headquarters, das Einkaufszentrum Truman Plaza und der Rundfunksender American Forces Network lagen in unmittelbarer Nähe, sowie auch das Cole Sports Center und die United States Army Chapel. Wie man sieht, Klein-Amerika auf deutschem (geteiltem) Boden. 

Wer kennt nicht das bekannte Häuschen am Checkpoint Charlie?


So viel Geschichte und Geschichten in nicht mal 48 Stunden. Ich gebe ja zu, unsere Hauptstadt ist immer wieder für Überraschungen gut, aber wirklich punkten kann sie bei mir damit trotzdem nicht.

Nicht einmal mit den vielen Buddy-Bären, die überall in der Stadt verteilt zu finden sind.