24 Stunden Helsinki

Vor Jahren war ich mal im Winter in Helsinki. Was ist mir von dieser Stadt im Gedächtnis geblieben? Die Felsenkirche (immerhin) und dass es irgendwie den ganzen Tag dunkel war.

 

Das ist jetzt nicht gerade viel. Vielleicht steht diese Stadt auch deshalb nicht so wirklich weit oben auf meiner Must-Do-Liste bezüglich Wiederholungen und dann fragt mich doch glatt jemand, ob ich Lust auf 24 Stunden Helsinki hätte? Vielleicht habe ich Finnlands Hauptstadt ja Unrecht getan und verdient nicht jeder eine zweite Chance? Na Helsinki, dann zeig mal, was du außer Felsenkirche und Mumins sonst noch so zu bieten hast. 


ein Überblick

08.09.2017

13°C
13°C
1515 km
1515 km

Den Weg zu meinem Heimatflughafen Frankfurt kenne ich im Schlaf und wenn die Bahn pünktlich ist, bin ich von Mannheim in 35 Minuten dort. Wenn die Bahn pünktlich ist. Da man sich darauf in der Regel nicht unbedingt verlassen kann, baue ich meinen Puffer ein und fahre bereits mit dem ICE um 08:00 Uhr. Der Flughafen ist groß genug, da kann man Zeit totschlagen und zu spät kommen wäre heute ziemlich peinlich. 


Finnair fliegt ab Terminal 2. Das ist jetzt nicht unbedingt mein Lieblingsterminal in Frankfurt. Zugegeben, der Foodcourt im ersten Stock ist nicht schlecht und da werde ich jetzt die Zeit bis kurz vor dem Boarden bei einer Tasse Kaffee verbringen. 

 

 

An der Security ist um diese Zeit (10:00 Uhr) nicht wirklich viel los; im Terminal leider auch nicht, also ist bis zum Boarding warten angesagt.

 

 

 

 

An Bord dann leider nicht mehr, denn in Economy gibt es Snacks nur gegen Bares, aber immerhin sind Wasser, Saft, Kaffee und Tee kostenlos. Mit Ausblick auf das Abendessen bin ich heute geizig und gönne mit weder ein Brötchen noch einen Wrap für 7.00 €.

 

Zweieinhalb Stunden gehen auch so irgendwann rum und schon befinden wir uns im Anflug auf den Flughafen Helsinki-Vantaa.

 

 

 

Heute ist Premiere, denn ich fliege zum ersten Mal mit Finnair. Die gibt es schon seit 1923 und damit ist sie die sechst älteste Fluggesellschaft der Welt. (von denen, die noch regelmäßig in die Luft gehen) Seit 1999 gehört sie zur Oneworld, nachdem die Konkurrenz SAS bereits 3 Jahre zuvor Gründungsmitglied der Star Alliance war. Schluss mit Fakten, soeben erschallt der Aufruf zum Boarden. D31 ist Busgate – da ist nichts mit Preboarding für Business-Passagiere und Statusinhaber. Da sind plötzlich alle gleich.

Schengen sei Dank, ist die Einreise ohne Passkontrolle möglich und da ich mit Handgepäck reise, spielen wir heute nicht "Koffer wo bleibst du denn“. 

 

Jetzt muss ich nur noch den Rest der Truppe finden und das ist Dank WhatsApp kein Problem. Was haben wir nur früher ohne gemacht? Frankfurt war der erste Flieger, der reinkam. Ist das jetzt blöd, weil ich warten muss oder gut, weil ich mir an der Bar ein Bier gönnen kann? 


Um 16:45 Uhr sind dann endlich alle Teilnehmer versammelt und es kann mit der Eroberung von Helsinki los gehen. Bei solchen Touren, wo sich Teilnehmer aus ganz Deutschland treffen, hofft man immer, dass keiner der Flieger Verspätung hat, damit keine kostbare Zeit verloren geht. Das Programm ist auch so schon straff genug.

 

Doch so weit liegt der Airport ja nicht vom Zentrum entfernt (nur 15 km). Hätten wir nicht den Luxus eines Direkttransfers, hätten wir auch den Zug nehmen können, der seit 2015 den Airport in ca 30 Minuten mit der Stadt verbindet. Alternativ fährt auch noch der Flughafenbus nach Downtown. 

Wir sind nach 30 Minuten ebenfalls an unserem Hotel angekommen. Nach dem Check-in bleiben genau weitere 30 Minuten und dann geht es schon los zur Stadtrundfahrt.

 

Es ist inzwischen 18:30 Uhr und ich bin froh, dass es hier im Norden noch ein wenig länger hell ist. Stadtrundfahrten im Dunkeln haben zwar auch was, aber fotografieren ist dann nicht unbedingt.

Ich hatte ja sehr auf eine Stopp an der berühmten Felsenkirche gehofft. Wie bereits zu Anfang erwähnt, ist die mir im Gedächtnis geblieben. Doch das geht nicht nur mir so. Inzwischen hat sie sich zum meistbesuchten Hotspot der Stadt entwickelt, doch sie liegt leider nicht auf unserem Weg.

 

 

Dafür geht es vorbei am Parlamentsgebäude mit seinen 14 Säulen aus roten Granit, 

dem Olympiastation von 1952 und dem Sibeliusdenkmal mit seinen über 600 Orgelpfeifen. Neben der Felsenkirche und dem Dom gehört es zu den bekannten Attraktionen der Stadt.  

Weiter geht es vorbei am Linnanmäki Amusement Park (Helsinkis Antwort auf Kopenhagens Tivoli) Richtung Stadtzentrum mit Dom und Präsidentenpalast. Unser Ziel ist das Radisson Blue Seaside Hotel im Stadtteil Ruoholahti und direkt am Wasser gelegen.


Bevor wir dort ankommen, ein kurzer Stopp an einer der vielen öffentlichen Saunen in Finnland. Von hier hat man einen schönen Rundblick auf den Golf von Finnland und die vorgelagerten Inselchen.

Bei Sonnenschein wäre er sicher noch tausendmal schöner.

Langsam macht sich das fehlende Mittagessen bemerkbar. Mir knurrt der Magen und ich freue mich auf ein leckeres Abendessen.

 

Im Anschluss an die Führung, lassen wir uns finnisch verwöhnen mit einer Käse- und Fischplatte (die hätte ich auch alleine verzehren können), leckerem Lamm und einem Nachtisch, der nach mehr schmeckt. Einfach nur yummy.

 

Das Hotel hat 349 Zimmer, darunter auch ein paar, bestückt mit 2 King-Betten (ideal für Familien) 

Mein Favorit: die zweistöckigen Zimmer im Maisonette-Stil. Vom Bett blickt man auf den Hafen. Der ideale Platz für ein Frühstück im Bett an einem Sonntag Morgen.



Ein kurzer Verdauungs-Spaziergang durchs nächtliche Helsinki bringt uns zurück zu unserem Hotel in der Nähe des Bahnhofs.

Das Radisson Blue Plaza befindet sich in einem historischen Gebäude aus dem Jahre 1917. Einst war hier der Stammsitz der Firma SOK. Besser kann ein Hotel in Helsinki fast nicht liegen. Nur wenige Schritte sind es von hier zum Hauptbahnhof, den Einkaufsstraßen und auch zum Hafen läuft man keine 20 Minuten.

Die Zimmer sind groß und geräumig, mit Steckdose und sogar USB-Anschlüssen am Bett. Es gibt sie im klassischen Stil (in braunen Farben) oder farbenfreudig in lila. Wer schon immer mal George Clooney treffen wollte, wählt die Business Zimmer. Die haben zu mindestens eine Nespresso Maschine. Vielleicht kommt der Clooney ja auch vorbei. Außerdem Zugang zur Executive Lounge und inkludiertes Frühstück vom Buffet. 


Für Kunden mit fettem Geldbeutel sei die Suite im Türmchen empfohlen, mit eigener Sauna versteht sich und Schlafzimmer im oberen Stockwerk. Nur der Blick vom Bett war im Seaside eindeutig besser.

 

Den Absacker nimmt man dann in der Bar 7 Blings mit den wunderschönen alten Fenstern ein und zum Frühstücksbuffet trifft man sich in den ehemaligen Headquarter Räumen.

 

Ich habe schon lange in keinem Hotel mehr übernachtet, bei dem das Frühstück so schön angerichtet und dekoriert war.



im Hafen

09.09.2017

14°C
14°C
3 km
3 km

Heute morgen stehe ich wieder vor der entscheidenden Frage: ausschlafen und mich mit dem zufrieden geben, was ich gestern von der Stadt gesehen habe oder den Wecker auf eine unchristliche Zeit stellen, um noch ein paar Stunden für mich und die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu haben. Im offiziellen Programm des heutigen Tages kommt die Stadt Helsinki leider nicht mehr vor.

 

Die Taktik, wie besiege ich meinen inneren Schweinehund hat für heute erstmal funktioniert (tut sie aber nicht immer). Der Wecker klingelt um 06:00 Uhr. Ein Blick aus dem Fenster und ich entscheide noch eine Stunde Schlaf dran zu hängen. Draußen ist es noch dunkel und es regnet.

 

Um 7:00 Uhr muss ich dann doch mit mir kämpfen. Es wird zwar langsam hell, aber es regnet immer noch. Egal, jetzt bin ich wach und jetzt ziehe ich das auch durch.

 

Bis zum Treffen bleiben mir jetzt noch drei Stunden, um mir ein wenig die Gegend um den Hafen anzuschauen.


Dass das Hotel in Bahnhofsnähe liegt, hatte ich ja bereits erwähnt. Vor dem Hotel liegt der Bahnhofsplatz und daran anschließend der Hauptbahnhof im schönsten Jugendstil mit seinem Glockenturm. 

200 00 Passagiere nutzen ihn täglich. Das macht ihn zum meistbesuchten Gebäude in Finnland. Ob die Wächter am Eingang deswegen wohl so grimmig dreinschauen.


Ebenfalls am Platz, das Nationaltheater von 1902. Geschmückt, wie viele andere Gebäude in Helsinki, mit Ornamenten und Figuren. Hier haben es mir die vielen verschiedenen Tiere angetan. Das der Drache mir am besten gefällt, ist sicher nicht verwunderlich.

Durch die Einkaufsstraßen, die um diese Tageszeit eher verlassen wirken, geht es schnurgerade Richtung Wasser.

 

 

Zuerst stoßen wir nach 20 Minuten Fußmarsch auf den Esplanade Park. Der erstreckt sich vom Erottaja Platz bis zum Marktplatz und ist voller Statuen und kleiner Cafes. Hier lässt es sich im Sommer prima pick-nicken und im Dezember lockt der Weihnachtsmarkt. 

Am unteren Ende steht  der Havis Amanda Springbrunnen. Was den Dänen ihre kleine Meerjungfrau, ist den Finnen Havis Amanda. Das ist nämlich auch eine Meerjungfrau, der es (wie Arielle) im Meer wohl zu langweilig war und die beschlossen hat an Land zu gehen. Sie ist als Tochter der Ostsee aber auch die Verkörperung Helsinkis. Ob ihre Nacktheit wohl deswegen so viel Aufsehen erregte oder war man 1908 einfach noch zu prüde und wollte die Gute nur an einem weniger prominenten Platz verstecken. Scheinbar konnte die Bevölkerung sich aber nicht durchsetzten und so steht sie hier bis heute mit ihren exotischen Seelöwen.

Vor mir liegt der Marktplatz und links das Tori-Viertel. Hier wurde ein altes Viertel renoviert und aufgehübscht für Touristen und Einheimische. Noch wirkt es aber, wie die Innenstadt, etwas verlassen.

Da ich leider ein wenig unter Zeitdruck stehe, zieht es mich am Ufer entlang zur alten Markthalle. Die gibt es schon seit 1888 und somit ist sie die älteste im Land. Eröffnet wurde sie aber erst ein Jahr später, da es Problemen bei der Zementlieferung gab. Man erhoffe sich damals durch den Bau einer Halle, die chaotischen Verhältnisse auf dem Marktplatz in den Griff zu bekommen.

 

Ich liebe alte (und auch neue, wie in Rotterdam) Markthallen und könnte dort Stunden verweilen. Ach wenn ich doch nur mehr Zeit hätte. Egal, muss der Dom später mit weniger Zeit auskommen. 

Was es hier nicht alles feines zu essen gibt; sei es Rentierfleisch oder lecker belegte Brötchen.

Schauen wir uns doch mal am Hafen um, was es da sonst noch so zu entdecken gibt: 

Ebenfalls bereits erspäht haben wir das Finnair Skywheel. Leider ist es für eine Fahrt noch zu früh. Von oben hätte man bestimmt einen fantastischen Panoramablick über Stadt und Hafen. Mit 40 Metern Höhe ist es immerhin das größte Riesenrad in Finnland. Das war es dann aber auch schon. Selbst das Riesenrad im Wiener Prater ist mit 64 Metern deutlich höher, ganz zu schweigen von London (135 Meter) und Singapore (165 Meter). Dubai lassen wir jetzt mal außen vor, die haben sowieso immer die höchsten, längsten, größten was auch immer. 

 

 

 

Da wäre zuerst der Präsidentenpalast. Der Herr wohnt hier aber nicht mehr, sondern das Gebäude dient nur für Veranstaltungen und Feiern. Einst wurde es für einen reichen Kaufmann gebaut und im Ersten Weltkrieg diente es sogar als Lazarett.

Ein Blick auf die Landkarte würde uns verraten, dass Russland nicht weit ist und so verwundert es auch nicht, dass man in Helsinki auf eine orthodoxe Kirche trifft. Wo wir schon bei Rekorden sind: die Uspenski Kathedrale ist die größte russische Kirche außerhalb Russlands (zu mindestens in Skandinavien). Ich würde ja jetzt gerne einen Blick ins Innere werfen, aber dazu bin ich viel zu früh. Man muss halt Abstriche machen, wenn einem nicht mal 24 Stunden für eine Stadt bleiben. So lasse ich dann nur die goldenen Zwiebeltürmchen und den roten Backstein auf mich wirken.


Ein Stückchen weiter, immer am Ufer entlang, kommt man in einen weiteren Hafen mit schönen alten Seglern.

 

Und von hier sieht man sie dann auch, Helsinkis ganzer Stolz, sechs riesige Eisbrecher, die im Winter ständig zu tun haben, um die Zufahrt eisfrei zu halten. 


Ein Blick auf die Uhr und was ich sehe, gefällt mir nicht. Um 10:30 Uhr muss ich wieder im Hotel sein. Es heißt also langsam den Rückweg antreten und zwar so, dass er am Dom vorbei führt. Der ist, wie der Michel in Hamburg, bereits zu erkennen, wenn man mit dem Schiff in den Hafen einläuft. Von dort werden dann auch unzählige Touristen auf ihrem Zwischenstopp in Bussen angekarrt, um die Sehenswürdigkeit zu fotografieren.

Zum Glück sind die aber zu so früher Stunde noch nicht da und so habe ich die riesige Freitreppe fast für mich alleine. Zugegeben, bei strahlend blauem Himmel und Sonnenschein sieht der weiße Dom bestimmt tausendmal besser aus.

 

Von oben beobachten mich die 12 Apostel und wenn sie könnten, würden sie mich zur Eile mahnen oder den Kopf darüber schütteln, dass ich mich bei diesem Wetter hier draußen herum treibe.


Alles im grünen Bereich, Jungs. Ich würde zwar jetzt gerne noch ein wenig durch den Bezirk Kruununhaka mit seinen wunderschönen Häuserfassaden schlendern, aber dazu fehlt mir leider wirklich die Zeit. Schade, da muss ich wohl doch noch mal wieder kommen. Dann steht sicher auch die Festungsinsel Suomenlinna auf dem Programm.

 

Pünktlich bin ich zurück im Hotel und es reicht sogar noch für ein schnelles Frühstück, bevor es raus zum Flughafen geht.

Da bin ich jetzt mal gespannt, was der taugt. Was viele vielleicht nicht wissen, bietet er sich als Drehkreuz für Flüge mit Finnair nach Asien an. Ein Umweg ist das nicht. Man muss sich die Strecke nur mal auf einem Globus statt einer Karte betrachten und wird erkennen, dass Helsinki sehr wohl auf der Route nach Fernost liegt.

Ist er aber eher chaotisch und unübersichtlich wie Paris oder funktioniert es? Das werden wir in der nächsten Stunde bei einer Führung hoffentlich heraus bekommen.  

Eines weiß ich aber schon, für Menschen mit einem eher gespaltenen Verhältnis zu neuen Technologien, wird es wohl in Zukunft schwieriger sich auf Flughäfen zurecht zu finden. Für die, die mit Handy und Co aufgewachsen sind, ist es eine feine Sache. Man kommt im Prinzip vom Check-in bis zum Flieger fast ohne menschliche Hilfe. Check-in und Kofferaufgabe laufen elektronisch und auch die Bordkartenkontrolle übernimmt ein Lesegerät. Da wir uns im Schengengebiet bewegen, entfällt für uns die Passkontrolle, aber auch die könnte ich als Europäer automatisiert durchlaufen. Selbst für Asiaten aus Japan und Russen gibt es automatisierte Passkontrollen. Ein Blick auf die Wegweiser im Flughafen und es ergibt Sinn. Sind es doch vorwiegend Reisende aus diesen Ländern, die Helsinki als Drehkreuz für ihre Flüge nach Europa nutzen. 

Und dann kommt der Punkt, wo der Mensch noch nicht ersetzbar ist, die Sicherheitskontrolle. Die Schlangen möchte ich auch nicht erleben, sollte das mal der Fall sein. Man stelle sich nur vor, man hat einen vor sich, der auch beim xten Mal noch Gegenstände in irgendwelchen Taschen hat und deshalb die Schranke (oder was auch immer) nicht passieren kann. Das treibt dich dann doch in den Wahnsinn. 

Jetzt bin ich aber mal gespannt, ob Helsinki wirklich ein Flughafen der kurzen Wege ist. Wir spielen jetzt mal Umsteiger und begeben uns in den Nicht-Schengen Bereich, wo gerade die Maschinen aus Fernost ankommen. Um es kurz zu fassen, die Wege in Helsinki sind wirklich kurz und bei durch abgefertigtem Gepäck und Europäischen Pass, könnte es mit den 35 Minuten klappen. Tiefenentspannt wäre ich dabei aber nicht und als Passagier Nummer 290 einer Maschine aus Fernost schon mal gar nicht. Wie gut, dass das in der Regel auch nicht vorkommt. Die meisten Umsteigeverbindungen haben ca zwei Stunden Übergangszeit in Helsinki und das reicht dicke. 

 

Was mich an diesem Airport noch beeindruckt hat:

Spielräume für Familien mit Kindern, wohin man sich zurückziehen kann.

Steckdosen und Handyladestationen in Hülle und Fülle.

Schlafkapseln im Flugsteigbereich 30. Die sehen aus, wie ein Businessclass Sitz der ausgezogen ist und sind komplett verschließbar. Benutzt werden können sie tagsüber kostenlos. Keine schlechte Idee, wenn man während eines längeren Aufenthaltes mal die Augen schließen möchte ohne gestört zu werden oder Angst um sein Gepäck haben zu müssen. 

So, genug über neue Technologien, Umsteigezeiten und kurze Wege - jetzt gönne ich mir noch einen Blick in die Lounge, denn den Rückflug darf ich in der Business genießen. Eigentlich gemein. Jetzt, wo ich auf dem Rückflug ein Essen bekomme, kann ich zusätzlich das Angebot der Lounge testen. Das Lachssüppchen war übrigens ganz hervorragend.

Inzwischen ist es hier auch richtig voll geworden – Stoßzeit. Trotz der kurzen Wege tun mir jetzt die Füße weh und ich hätte bis zum Abflug bitte ein bequemes Plätzchen. Die Lounge dürfen alle Oneworld-Passagiere mit Business-Class-Ticket benutzen oder mit entsprechendem Status. Immerhin kann man sich als Economy-Class-Passagier den Zugang für 48.00 € erkaufen, aber nicht in der Hauptzeit. 


Um 16:20 Uhr ist laut Boardingpass Einsteigezeit. Um 16:30 Uhr muss ich dann doch mal zum Aufbruch drängen. Kurze Wege hin oder her, aber den Flieger verpassen will ich dann doch nicht. Fünf Minuten später sind wir am Gate, aber der Kontrolleur guckt schon ganz grimmig.

 

Diesmal muss ich auch nicht hungern, denn wir bekommen ein leckeres Menü serviert und von dem Lachs hätte ich noch ein paar Portionen futtern können.

Heim geht es mit einer Embraer 190. Ist ja auch Samstag und kein Geschäftsreisender unterwegs. Die machen sich erst morgen wieder auf den Weg Richtung Fernost. Trotzdem ist der Flieger in der Business voll und in der kleinen Maschine bleibt der Nebenplatz leider nicht frei.


Mit 15 Minuten Verspätung setzten wir dann in Frankfurt auf. 

Da ich meinen Airport kenne und kein Gepäck habe, reicht es, um den Zug um 18:51 Uhr gen Heimat zu erwischen.