Erbacher Schlossweihnacht

Wir beginnen die diesjährige Weihnachtsmarktsaison mit dem Besuch von Erbach, einem romantischen Städtchen im Odenwald, das es bereits seit dem 11. Jhdt gibt.

 

Zum Glück liegt das weitaus bekanntere Michelstadt nur eine Bahnstation entfernt und zieht die Massen an.

Erbach liegt aber auch an der Nibelungenstraße und so ist es nicht verwunderlich, dass mir als erstes ein Drache ins Auge fällt. Zum Glück ist aber kein Siegfried mit Schwert zu sehen. 

 

 

 

 

Doch nicht nur der Drache fällt sofort ins Auge, sondern auch das Erbacher Schloss mit dem mächtigen Bergfried.

Bevor wir uns das aber genauer anschauen, heißt es erst mal ein paar Stufen hinab Richtung ehemaligem Burggraben. Hier haben sich einige Geschäfte für Holzkunst angesiedelt und die haben es uns angetan. Gerade jetzt zur Adventszeit begeistern nicht nur mich die vielen Holzpyramiden und Schwibbögen. Am liebsten würde ich die alle kaufen.


Auch liebe ich ja diese alten Schilder an Gasthöfen, aber auch Läden. Erbach kann da mit einigen aufwarten.

Menschen siedelten sich schon immer gerne an den Ufern von Flüssen an, so auch in Erbach an der Mümling. Der Burgbau erwies sich aber oft als recht schwierig, So ein 67 Meter hoher Burgfried braucht schon ein anständiges und solides Fundament, damit er nicht irgendwann zum schiefen Turm à la Pisa wird. In Erbach half man sich mir Eichenpfählen und so ist das Prunkstück noch heute zu bewundern.


Doch wo ist der Rest der Burg? Der musste dem Erbacher Schloss weichen. Graf Georg Wilhelm von Erbach-Erbach wollte nämlich auch so ein tolles Schloss, wie es in Saarbrücken stand. Leider hat das Geld nicht ganz gereicht und so gab es nur das Mittelteil ohne die zwei Seitenflügel. 

Für einen kleinen Lustgarten mit Orangerie war dann doch noch etwas Kohle übrig. Im Sommer, wenn alles blüht, ist er sicher schön anzuschauen. Heute müssen wir uns mit ein paar künstlichen Tannen begnügen.

Und auch in der alten Schlossmühle wird schon lange kein Getreide mehr gemahlen, 

 


Rund um das Schloss findet auch der Weihnachtsmarkt statt. Sehr übersichtlich, nicht zu überlaufen (zumindest an einem Samstagnachmittag), aber auch nicht sehr spektakulär was das Angebot betrifft.

Wir wärmen uns erst mal an einem Glühwein und naschen ein wenig.

In Kaufrausch verfällt man hier eher nicht, aber überall treffen wir auf kleine Engelchen. 

Sogar das Schloss hat welche. 

An der Mümling und in der Nähe der Burg bauten sich im Mittelalter die Burgmannen ihre Häuser.

 

Durch das Tor am Rathaus betritt man das "Städtel“, wo man viele dieser alten Gebäude noch  bewundern kann.


Wer Rang und Namen hatte, zeigte das auch gerne mit einem Wappen. Die kann man hier an fast allen Häusern entdecken. 

Fazit für mich: Schloss und Städtchen lohnen durchaus einen Besuch, den man auf dem Weihnachtsmarkt bei einem Glühwein ausklingen lassen kann.

 

Wer Muse hat, kann sich noch im Elfenbeinmuseum umschauen oder das Schloss während einer Führung besichtigen. 

Nächster Stopp an der Nibelungenstraße ist die Barockstadt Amorbach

  

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