Windjammer und Krabbenbrötchen

In Bremerhaven heißt es dieses Wochenende "Schiff ahoi" zum SeeStadtFest. Ist ein bisschen wie der Hamburger Hafengeburtstag, nur kleiner. Trotzdem wird der eine oder andere Großsegler erwartet. Doch dazu im Laufe der Tage mehr.


die See ruft

27.05.2016

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Zum Glück ist heute Brückentag. Da ist die Chance größer früher gehen zu können. Um 15:00 Uhr heißt es für mich Feierabend. Der Nahverkehr bringt mich nach Frankfurt. Dort wartet der ICE nach Bremen. Wie will die Bahn eigentlich jemals pünktlich am Ziel ankommen, wenn sie es noch nicht mal schafft pünktlich abzufahren. Und das nur, weil das Bordpersonal nicht pünktlich ist. Selber schuld, wenn man den eigenen Arbeitgeber zur Anreise nutzt. Wer muss es ausbaden und verpasst den Anschluss? Der zahlende Kunde.

Zum Glück ist ja heute kein Programm geplant.

 


Das Best Western Plus liegt direkt am Wasser im Fischereihafen. Für den Besuch vom SeeStadtFest nicht ganz ideal, da es von hier etwa sechs Stationen mit dem Bus zur Innenstadt sind. Dafür ist es aber ruhig.

Mein Zimmer ist sehr geräumig und hat genügend Steckdosen.

Der Frühstücksraum schwebt sozusagen über dem Wasser und das Buffet lässt keine Wünsche offen.


Best Western Plus Bremerhaven


wer ist die schönste Lady im Hafen?

28.05.2016

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Früh aufstehen ist angesagt. Schlafen kann ich auch daheim, aber hier will ich heute möglichst viel sehen. Das ausgiebige Frühstück lass ich mir dennoch nicht nehmen und dann geht es mit dem Bus mitten ins Geschehen. Doch wo fängt man jetzt am besten an?

 


Ich hätte mir ja gerne einen Rundblick vom Radarturm gegönnt, aber der ist heute für die Öffentlichkeit leider nicht zugänglich und so bleibt nur ein Blick stolze 114 Meter nach oben in den grauen, von Regenwolken verhangenen Himmel. War ja klar, dass Schietwetter angesagt ist, wenn ich in den Norden fahre. Davon lasse ich mir jetzt aber nicht die Laune verderben.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Na, wer hat schon mal vom Klabautermann gehört?

 

Zufall? Nein, kein Zufall. Der Legende nach ist das Schiff eng mit dem Klabautermann verbunden.

 

Getauft wurde sie auf den Namen "Elizabeth Bandi" und sollte auf ihrer Jungfernfahrt Holz nach Brasilien bringen. Doch plötzlich war der Kapitän weg. Die Mannschaft fand das nicht lustig und verließ ebenfalls Hals über Kopf das Schiff in den Beibooten. Verlassen trieb das Geisterschiff nun vor Saint Thomas. Wie sich später herausstellte, war das zum Bau des Schiffs benutzte Holz noch nicht trocken gewesen und so wurde das Schiff auf See faulig und undicht. Hätte man mal auf den Klabauter gehört.

 

Der liebenswerte Kerl treibt für sein Leben gern Schabernack, aber er besitzt auch übernatürliche Kräfte und kann Stürme und Gefahren fürs Schiff voraussagen. Trotzdem sollte jeder Kapitän froh sein, so ein Kerlchen an Bord zu haben, klopft er doch das Holz nach undichten Stellen ab und sorgt im Laderaum für Ordnung. Ihr glaubt nicht an den Klabautermann? Na dann kommt mal mit und werft einen Blick auf den Brunnen am Hafenbecken. Dort ganz oben sitzt er nämlich und blickt auf die "Seute Deern“

 

Das Glück war dem Großsegler auch später nie mehr hold. Daran änderten auch neue Namen nichts. Blöd ist er ja nicht, der Klabautermann. 1966 kam die Windjammer unter dem Namen "Seute Deern" nach Bremerhaven, wo sie bis heute im Museumshafen liegt. Und wer weiß, vielleicht ist sie ja noch immer Heimat des Klabauter. Gibt ja keine Holzgroßsegler mehr, die man auf undichte Stellen abklopfen könnte und für Unwetterwarnungen braucht man ihn heutzutage auch nicht mehr.


Wer sich traut, kann ja mal des nachts vorbeikommen und dem Knarren und Knirschen der Planken und dem Wind in den Masten lauschen. Wetten, dass da auch ab und an ein Poltern und Klopfen zu hören ist. Nur weil er angeblich nie zu sehen ist, heißt ja noch lange nicht, dass es ihn nicht gibt.

 

Um unheimlichen Geräuschen zu lauschen, braucht es aber nicht unbedingt einen nächtlichen Besuch im Hafen. Dazu genügt es schon sich an Bord des U-Boot "Wilhelm Bauer" zu begeben.

Da es sowieso gerade regnet, nutzen wir doch einfach die Zeit und begeben uns auf Tauchstation.

 

Dieses Boot gehört übrigens zu den ersten militärischen Unterseebooten der Welt, die den Namen U-Boot mit Recht tragen, konnte es doch einen Kriegseinsatz beinahe vollständig getaucht durchführen.

 

 

Meins wäre so ein Dienst im U-Boot definitiv nicht gewesen. Ich leide zwar nicht unter Platzangst, aber die Geräusche und die Gewissheit von ganz viel Wasser umgeben zu sein, hätten mich nicht unbedingt glücklich gemacht. Kommen noch die engen Gänge und vor allem die Luken hinzu. Möchte nicht wissen, wie oft ich mir da unten den Kopf hauen würde.

 


Wieder am Tageslicht fällt der Blick auf den guten alten Columbus. Dem kritischen Blick nach zu urteilen, ist der vom heutigen Wetter auch nicht begeistert.

Nun ist Columbus zwar kein Sohn der Stadt und doch ist der Entdecker mit dem Meer und Amerika verbunden. Gestiftet wurde es von einem aus Lehe stammenden Deutschamerikaner, der in den Staaten zu Geld gekommen ist (nach dem Motto: vom Tellerwäscher zum Millionär). Dem Glück ist es zu verdanken, dass der gute Columbus heute noch aufs Meer schauen kann. Wurde doch im Ersten Weltkrieg die Originalskulptur zur Metallgewinnung eingeschmolzen. Artilleriegeschosse waren wichtiger als so ein olles Denkmal. Was ein Glück, dass sich in Darmstadt noch ein Gipsmodell auftreiben ließ und so kann er heute wieder mehr oder weniger aufs Wasser hinaus schauen.

 

Wo wir jetzt schon am Museumshafen sind, können wir auch einen Blick auf die anderen Museumsschiffe werfen.

Der heutige Museumshafen ist übrigens der älteste Hafen der Seestadt und wurde 1830 eröffnet. Viel hat er erlebt als Seehafen und Handelsplatz, aber auch als Ort der Hochseefischerei.

Aber eigentlich sind wir ja wegen der Großsegler hergekommen. Die liegen fast alle im Neuen Hafen und da zieht es uns jetzt hin. Auf dem Weg kommen wir an der "Nao Victoria“ vorbei. Wie der Name schon ahnen lässt, ist sie ein Nachbau der Viktoria, die bei der Weltumsegelung Magellans dabei war.

Für mich hat sie mehr was von Piratenschiff. Fehlt eigentlich nur die Totenkopfflagge. Auch meine zwei Drachenjungs würden am liebsten die Augenklappen heraus holen und den Ausguck in einem der Masten übernehmen. Geht aber leider nicht.


 

Na dann aber wenigstens ne Runde Rum, wie sich das für anständige Piraten gehört. Das lässt sich leichter einrichten, auch wenn aus dem Rum letztendlich eine Bowle wird. Wer kann bei der Auswahl und den Farben schon widerstehen? Leider müssen wir uns für eine entscheiden, sonst haben wir schon am Vormittag den passenden Seemannsgang drauf.

 

Im Neuen Hafen hat unter anderem auch die "Dar Mlodziezy" aus Gdynia festgemacht. Sie dient als Ausbildungsstätte und ist eins von den größten Schiffen, die dieses Wochenende hier sind. Na, denn mal klar zum Entern.


Ich bin ja schon sehr beeindruckt von den vielen Seilen auf so einem Schiff. Nicht vorzustellen, wenn man da was vertauscht oder die richtige Reihenfolge nicht einhält. Das Wirrwarr möchte ich nicht entwirren müssen.

 

Bei einem Seehafen und Umschlagplatz für Waren aus aller Welt bleibt es sicher nicht aus, das exotische Krankheiten eingeschleppt wurden oder nach einem Unfall an Bord Hilfe benötigt wurde. Dann kam die Barkasse MS "Quarantäne“ zum Einsatz und brachte den Hafenarzt an Bord oder hätte auch als schwimmende Isolierstation dienen können. Dazu kam es aber zum Glück nie und heute hat sie ihren wohlverdienten Ruhesitz im Hafen.

 

Aber nicht nur Segler sind hier zu bewundern, sondern auch die guten alten Dampfschiffe.

 

Eines davon ist der Eisbrecher "Wal", der, wie der Name schon sagt, für Eisbrecherdienste in Dienst gestellt wurde. Seit den 60er Jahren fährt er mit umweltfreundlicherem Öl. Das ist kostengünstiger und man braucht weniger Besatzung.

 

 


 

Ich schlüpfe heute in die Rolle von Hannah Levinsky-Koevary. Erst 10 Monate alt, erreichte sie am 21.04.1949 mit ihren jüdischen Eltern Boston.

 

Bei Quarantäne muss ich auch gleich an die vielen Auswanderer denken, die von hier ihre weite Reise in die neue Welt angetreten haben.

 

Dieser Thematik ist in Bremerhaven ein ganzes Museum gewidmet, das "Deutsche Auswandererhaus". Wollen wir doch mal schauen, wie das damals so war. Was hat die Menschen bewogen die Heimat zu verlassen? Wie haben sie die Reise erlebt und was hat sie auf der anderen Seite des Ozeans erwartet?

 


Am Kai stehen die Auswanderer und warten darauf an Bord gehen zu dürfen. Beim Anblick der riesigen Ozeandampfer hat bestimmt so mancher Muffensausen bekommen und sich die Sache noch mal überlegt.

Auch der Proviant ist noch nicht komplett an Bord.

Aus den Titanic-Filmen weiß man ja inzwischen, wie das Leben an Bord so war. Elegant und angenehm in der 1.Klasse, aber auch beengend in der 3. Klasse. Das kann man im Museum nacherleben, wenn man den Ozeandampfer betreten hat.

Hatte man dann endlich die Staaten erreicht, hieß das ja noch lange nicht, dass man auch einreisen durfte. Was das betrifft, hat sich bis heute nicht viel geändert. Nachdem ich alle Fragen wahrheitsgemäß beantwortet habe, darf ich die neue Welt betreten.

 

Hannah hat übrigens jüdische Geschichte studiert und ist 1978 mit ihrem Mann nach Jerusalem ausgewandert.

 

Und damit kommen wir zum zweiten Teil des Museums, der Einwanderung nach Deutschland.

Die ist, man höre und staune, nicht wirklich was Neues. Das hat es auch schon 1973 gegeben. Die nachgebaute Ladenpassage ist cool. Da werden doch glatt Kindheitserinnerungen wach und so ähnlich wie die Arbeitsplätze der Einwanderungsbehörde, sah meiner vor Jahren auch mal aus.

Ich bin beeindruckt. Auch wenn das vergleichbare Museum in Hamburg in historischen Gebäuden untergebracht ist, so finde ich die Umsetzung in Bremerhaven gelungener.

 

Aus- und wieder einwandern macht hungrig. Bei den vielen Ständen am Neuen Hafen fällt die Auswahl schwer, aber watt mutt, datt mutt und im Norden sind das für mich Krabbenbrötchen und Butterkuchen.


 Gestärkt schweift mein Blick nach oben. 86 Meter hoch ist die Aussichtsplattform des ATLANTIC Hotel Sail City. Da will ich hoch und mir die Festmeile mal von oben betrachten. All zu voll sieht es zur Zeit nicht aus und die Schlange hält sich auch tatsächlich in Grenzen.

Da wir uns auf dem höchsten Gebäude der Stadt befinden, kann man rundum alles sehen: den Neuen Hafen, den Museumshafen und in weiter Ferne auch den Fischereihafen.


 Selbst einen Segler kann man von hier oben ausmachen.

Da unten liegen aber noch ein paar mehr Segler und inzwischen ist auf fast allen "Open Ship".

 

Mich zieht es zu dem einen mit den markanten grünen Segeln. Den meisten dürfte es aus der Werbung bekannt sein. Ja, von der "Alexander von Humboldt“ ist die Rede.

Hier herrscht deutsche Gründlichkeit und nur wer sich mit Namen in eine Liste einträgt (und sich die Nummer merkt) darf an Bord. Die Nummer braucht man, um sich bei Verlassen des Schiffes wieder austragen zu können. Was machen die wohl, wenn ich bis abends das Schiff nicht verlassen habe? Werde ich dann zur Strafe kielgeholt?

Da die grüne Lady aber mein Lieblingsschiff ist, lass ich ihr die Bürokratie mal durchgehen und fühle mich für wenige Minuten als Kapitän.


Die restlichen Dampfer und Segler am Kai lasse ich zwar nicht links liegen, dafür sind sie zu schön, betrachte sie aber nur von außen. So groß sind die Unterschiede dann doch nicht.

 Neben meiner "grünen Lady" haben zwei weitere größere Segler festgemacht:

Auch die "Santa Maria Manuela“ fuhr ursprünglich zum Fischfang hinaus und auch sie ist bereits eine alte Lady von knapp 80 Jahren. Salzwasser und Seewind müssen jung halten, denn beiden Ladies ist ihr Alter nicht anzusehen.                                                                  >>>

 

 

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Die "Artemis“ hat schon 90 Jahre auf dem Buckel und fuhr einst als Walfangschiff durch die Gewässer des Nordpolarmeeres.

 

 

Heute kommt die "Göttin der Jagd“ eher edel daher und schippert auf ihre alten Tage zahlende Passagiere durch Nord- und Ostsee.


 

 

 

 

Wo eine Seestadt und ein Hafen, da auch mindestens ein Leuchtturm. Da führt kein Weg dran vorbei und Bremerhaven hat derer sogar vier. Ganz am oberen Ende des Weserdeichs und südlich der Einfahrt zur Kaiserschleuse steht der Pingelturm. 15 Meter ist er hoch und sieht aus, wie man sich einen Leuchtturm vorstellt. Die außen angebrachte Nebelglocke ist übrigens heute noch in Betrieb.

 

 

 

 

 

 

 

Gibt es was schöneres, als bei gutem Wetter am Deich entlang zu laufen, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen und bei Ebbe Vögel bei der Wattwurmsuche zu beobachten?

 

 

Ne, gibt es nicht, aber es gibt noch einen zweiten Grund. Am Ende der Promenade, am Schlepperpier, hat die "Krusenstern“ festgemacht und die will ich mir jetzt mal näher anschauen.

 

Sie ist wohl eindeutig die größte Windjammer, die an diesem Wochenende in Bremerhaven liegt.

 

Als Padua befuhr sie eins unter deutscher Flagge die Weltenmeer, was man noch unschwer an der Schiffsglocke erkennen kann. Bis fast nach vorne in die Spitze kann man hier. Noch ein Stück weiter und wir wären wieder beim Thema Titanic.

 


Trotzdem ist sie nicht nur für kleine Pötte, selbst die große "Alexander von Humboldt" passt da rein. Bei der "Krusenstern“ hätte ich aber so meine Zweifel. Nicht ohne Grund liegt die wohl als einzige am Schlepperpier.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Auf der anderen Seite der Einfahrt steht das Minarett. Ist aber nicht Teil einer Moschee, sonder ein weiteres Leuchtfeuer (damit auch ja nichts schief geht mit den Eisbären. Oder wollt ihr so einem Prachtexemplar bei Nebel begegnen, nur weil irgendein Kapitän die Einfahrt nicht getroffen hat?)

 

Auch dieser 22.40 Meter hohe Leuchtturm existiert schon seit 1893. Sollte man fast nicht glauben, wirkt er doch mit seiner schlichte Form viel moderner.

 

Wer jetzt mitgezählt hat, ist sicher nur auf drei Leuchttürme gekommen. Ist auch richtig so, denn der vierten befindet sich im Fischereihafen.

 

 

Am Schlepperpier endet der Deichweg, denn hier geht es durch die Schleuse in den Neuen Hafen.

 

Bereits 1852 entstand die erste Schleuse. Die war allerdings nur bei Hochwasser nutzbar. Seit 2005 steht hier eine hochmoderne Kammerschleuse und sorgt dafür, dass Freizeitkapitäne schneller auf der Weser und am Abend auch schnell wieder im Hafen sind.

 

 

Natürlich steht hier am Eingang zum Neuen Hafen ein weiterer Leuchtturm. Nicht das sich bei Nebel oder schlechtem Wetter mal ein Schiff zu den Eisbären im Zoo verirrt.

Der Simon Loschen Leuchtturm ist übrigens der älteste Festland-Leuchtturm an der Nordseeküste und wurde 1853 erbaut. Auch er in schönster norddeutscher Backsteingotik. Auf dem kann man übrigens auch in den Hafen der Ehe einfahren. Für hoffnungslose Romantiker wie mich ein Grund, sich das mit der Ehe nochmal zu überlegen.


Apropos Eisbär. Ich steh ja nicht so sehr auf Zoo und wer bereits in Afrika war, wird mich verstehen. Der Zoo am Meer in Bremerhaven ist aber anders. Nicht nur, dass er sich hauptsächlich auf Tiere am und im Meer beschränkt.

 

Papa Eisbär dreht, getrennt von seiner Familie, Runde um Runde.                                                >>>

 

Das wäre für mich noch kein Grund, aber seit Dezember lebt hier das Eisbärenmädchen Lilly. Auch wenn um sie nicht so ein Hype gemacht wird, wie damals um den Berliner Knut, so will ich doch einen Blick riskieren. Mal schauen, ob ich Glück habe und Mama und Tochter im Freigehege antreffe.

Nebenan ist auch Mama Eisbär zu sehen, aber wo ist die Lütte?

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Die taucht nach wenigen Minuten auf und unterhält die begeisterte Zuschauermenge. Nur ins Wasser traut sie sich erst mal nicht. Mama macht es ihr vor, die nach Fisch taucht und dann ist auch die Kleine nicht mehr zu halten.


Besonders gut beobachten kann man das von einem der großen Aquarienfenster. Schade nur, dass sie einfach zu schnell ist, um sie auf Speicherkarte zu bannen.

Natürlich gibt es in einem Zoo am Meer noch andere Tiere, aber wer kann schon mit einem knuddeligen Eisbärbaby mithalten.

Eigentlich mag ich mich ja gar nicht vom Meer loseisen aber ich will doch wenigstens mal einen Abstecher in die Fußgängerzone machen und außerdem wäre es mal wieder an der Zeit für das leibliche Wohl zu sorgen.

 

Die Fußgängerzone ist schnell abgehakt, denn außer einer Kirche hat sie nicht so wirklich viel zu bieten, was es bei mir daheim nicht auch gäbe (ok, die zwei Bojen haben wir zugegebenermaßen nicht) und für die Veranstaltungen des Tages bin ich zu spät dran.

Mich zieht der Hunger ans Ende der Fußgängerzone zum Food Festival. Hier tobt der Bär und es ist ordentlich was los. Gar nicht so einfach sich bei dem Angebot sein Abendessen zusammen zu stellen.

 

 

 

 

Die Portion war jetzt zwar richtig lecker, aber noch nicht sättigend. Da geht noch was, aber was?

 

 

Wir fangen auch gleich ganz untypisch mit dem Nachtisch an. Den gibt es bei "Munchkin" und die fritieren doch tatsächlich Süßigkeiten. Ich entscheide mich für Toffifee und Schokobons und das Ergebnis schmeckt einfach hammergeil. Dass die Kalorien weg frittiert werden, will ich jetzt gerne mal glauben.

 

 

 

 

Asiatisch muss jetzt auf einem Seefest nicht unbedingt sein, aber der Turf & Surf Burger passt doch hervorragend zum Thema und schmeckt auch noch lecker.


Inzwischen steht die Sonne schon tief und mich alten Romantiker zieht es zurück ans Wasser.

 

Der eine oder andere Segler verlässt den Hafen zur Feuerwerksfahrt. Bis die fotogen vor die Sonne gleiten, sind leider selten alle Segel gesetzt, aber romantisch ist es dennoch.

Natürlich muss auch die "Krusenstern“ für ein Sonnenuntergangsfoto herhalten. (oder auch zwei)

Nach einem langen Tag auf den Beinen, beschließe ich beim Feuerwerk zu passen und mich auf den Rückweg ins Hotel zu machen. Mir wird es inzwischen auch viel zu voll auf der Festmeile.

Fischtown

29.05.2016

16°C
16°C
597 km
597 km

Ein Blick aus dem Fenster lässt wettermäßig nicht viel erwarten. Gibt mir Zeit für ein ausgiebiges Frühstück und einen anschließenden Bummel durch den Fischereihafen.

 

 

 

 

 

Die Zeiten der großen Fischereiflotten in Bremerhaven sind längst vorbei. Übrig geblieben ist die "Gera“, der letzte noch erhaltene Seitentrawler.


Was aber macht man aus alten Werft- und Hafenanlagen, die nicht mehr benötigt werden? Man verwandelt sie in Shopping- und Kulturmeilen und lockt so Touristen und Geld in diese Gegenden.

 

So auch in Bremerhaven, wo das "Schaufenster Fischereihafen“ entstand. Ehemalige Räuchereien blieben erhalten und in der Halle IV reihen sich Restaurants und Läden aneinander.

Schade eigentlich, dass hier heute so gar nichts los ist.

Für Fischbrötchen ist es aber noch viel zu früh und so mache ich mich langsam auf den Weg zum Bahnhof um die Heimreise anzutreten.