Wasser & Wegekreuze

Unsere heutige Wanderung führt uns nach Herxheim bei Landau. Sieben Kapellen bilden hier einen Kranz um den Ort. Dazwischen finden sich eine ganze Reihe von Wegkreuzen, aber auch schöne Fachwerkhäuser und zwei aussergewöhnliche Brunnen.

Kaum bin ich aus dem Bus ausgestiegen, stehe ich auch schon vor dem ersten der beiden Brunnen. Normalerweise trifft man an Pfälzer Brunnen eher auf die mystischen Elwetritsche.  Herxheim scheint mehr auf Hasen zu stehen. Drache küsst Hase bringt übrigens auch keinen Prinzen hervor.

Und was das Karnickel kann, kann ich schon lange!!

Die Hauptstraße mit ihren wunderschönen Fachwerkhäusern führt uns erst mal hinaus aufs Feld.

 

 

 

 

 

 

 

Auf dem Weg zum Ortsausgang stoßen wir auf unser erstes Wegekreuz

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

und am Feldrain steht dann gleich Nummer zwei.

 

 

 

 

 

 

Der Weg führt uns weiter am Ortsrand entlang, durch Felder und  Weinberge. Tiefblau leuchtet es zwischen den Weinblättern hervor. Diese Trauben sind reif zur Ernte und Wombel ist enttäuscht, dass er die nicht einfach so pflücken darf.

 

 

Kaum haben wir die ersten Häuser wieder erreicht, treffen wir auf den alten Handelsweg nach Speyer. Hier steht ein weiteres Wegekreuz und die Speyrer Kapelle. Leider befinden sich die meisten Kapellen in Privatbesitz, sodass man nur durch die Fenster einen Blick in Innere werfen kann.

 

 

Ganz im Norden des Ortes liegt die Landauer Kapelle. Ich vermute mal, dass dies der Handelsweg nach Landau war.

Die Jahreszahl 1508 am Türsturz beweist, dass hier schon vorher eine Kapelle stand. Und so war es auch. Ein, an Rheuma erkrankter Herxheimer Schmied ließ sich von seinen Gesellen auf einer Trage zum italienischen Wallfahrtsort Loreto bringen. Dort versprach er der Gottesmutter, die zerstörte Kapelle in seinem Heimatort wieder aufzubauen. Zu ihren Ehren und natürlich nur, wenn er von seinen Leiden erlöst würde. Vielleicht war es ja auch das sonnige Wetter in Italien, dass ihm Linderung verschaffte, aber wie versprochen löste er zurück in der Heimat sein Versprechen ein. Für mich ist es die schönste Kapelle auf der Tour und leider kann man auch hier nur einen Blick durch die verschmutzten Fenster ins Innere werfen. Schade eigentlich, denn die Wände zeigen spätgotische Fresken aus dem 16. Jhdt.

Wir bleiben am Ortsrand von Herxheim und es geht wieder entlang der Feldern.

Der Herbst zeigt sich mit reifen Äpfeln und einem Feld voller Sonnenblumen.


Ich wusste bis heute nicht, dass es auch rote Sonnenblumen gibt. Ist dann wohl mehr der Sonnenauf- oder untergang. Schön sind sie aber trotzdem.

 

 

Fast haben wir den Ort jetzt schon umrundet, aber es fehlen noch zwei Kapellen. Erstmal stehen wir vor der Schönstatt Kapelle. Diese ist eine Nachbildung des Urheiligtums in Schönstatt. Insgesamt gibt es auf der Welt 200, davon 56 in Deutschland. Da sie Teil eines Wallfahrtszentrums ist, steht sie offen und man darf eintreten.

 

 


Wir haben es fast geschafft. Die letzte Kapelle liegt vor uns, aber auf den ersten Blick wirkt die Waldkapelle gar nicht wie eine solche. Deshalb wird sie auch nicht meine Nummer eins.

 

 

 

 

 

 

 

 

Noch ein letztes Wegekreuz und wir beenden unsere Tour, wie wir sie begonnen haben: mit Wasser.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am Ufer des alten Klingbach traf man sich früher zum Wäsche waschen. Heute erinnert ein etwas anderes Denkmal daran.

Ich werde zum Abschluss dann mal eine Runde "schmutzige Wäsche waschen"

 

 

 

mehr Pfalz?