Weihnachtsmarkt am Römer

Am heutigen letzten Wochenende vor Weihnachten mache ich mich auf den Weg nach Frankfurt. Zuerst geht es auf eine kurze Rundfahrt auf dem Main, damit man die Skyline bewundern kann. Frankfurt nennt sich zwar auch Mainhatten, aber so toll finde ich die Skyline dann doch nicht. Da hat ja sogar Shanghai vom Bund aus mehr zu bieten.

Immerhin gibt es in Frankfurt bereits seit 1393 einen Weihnachtsmarkt. Dem damaligen Markt fehlte aber noch ein wichtiger Bestandteil, der Weihnachtsbaum. Erst zu Beginn des 19. Jhdt. fand er seinen Weg auf den Markt.

Zu jener Zeit war es üblich, dass die Geschenke für die Kinder auf dem Markt gekauft wurden und so konnte man hier Handwerksware, Spielsachen und Süßigkeiten made in Frankfurt finden. Schließlich war der Markt eine rein frankfurter Angelegenheit und fremde Händler wurden nicht zugelassen. 

Auch was die Bräuche anging, war Frankfurt eigen. Bis zum zweiten Weltkrieg wurde von Schülern der höheren und privaten Schulen Geld gesammelt, um aus Lebkuchenteig eine bis zu zwei Meter hohe Figur zu backen. Diese überreichte man dem Lehrer und verspeiste sie gemeinsam. Ob das eine Auswirkung auf die Noten hatte, ist nicht überliefert.  

Aber auch Bethmännchen und Quetschemännchen sind typisch frankfurterische Erzeugnisse. Zweitere schickte man seiner Verehrten ins Haus. Behielt sie den Quetschenmann, war das ein gutes Zeichen. 

 Beide Backwaren kann man noch heute auf dem Weihnachtsmarkt erstehen, aber natürlich gibt es noch viel mehr zu entdecken und zu verköstigen.

mehr Frankfurt ?