Licht & Schatten einer Hauptstadt

Ich habe ganz bestimmt keinen Koffer in Berlin; gehört unsere Hauptstadt doch nicht wirklich zu meinen Lieblingsplätzen in Deutschland. Und doch hat es mich in den letzten Jahren immer wieder hierher verschlagen: sei es ein Betriebsausflug mit Kollegen, ein Musicalbesuch mit meiner Tochter oder, wie heuer, zwei Freitickets (die man ja nicht verfallen lassen kann).

So mach ich mich dann an einem Freitagabend per Flieger auf den Weg in die Hauptstadt.

Mein Motto für die nächsten Tage: Licht & Schatten in und um Berlin.


Ich hab noch (k)einen Koffer in Berlin

24.10.2014

Rhein-Neckar Air in Mannheim

Nach einer längeren Pause bietet nun Rhein-Neckar-Air wieder Linienflüge von Mannheim nach Berlin an. Geflogen wird mit kleinen Maschinen vom Typ Dornier  328 von einem Provinzflughafen. Da zur Zeit, bedingt durch Streiklust, weder auf die Lufthansa noch auf die deutsche Bahn Verlass ist, bin ich über den Flug ab Mannheim doppelt dankbar. Hier kann einem nur das Wetter einen Strich durch dir Rechnung machen, aber heute ist einer der letzten schönen Herbsttage und so besteht keine Gefahr. 

Mannheim ist im wahrsten Sinne des Wortes ein Flughafen der kurzen Wege. Die weiteste Strecke muss man noch vom Parkplatz zum Terminal zurücklegen. Vom Check-in sind es dann nur wenige Schritte zum Security-Check und dem dahinterliegenden Abfluggate. Ebenso viele muss man dann nochmal nach dem Aufruf zum Boarden zurücklegen, um seinen Platz in der Maschine zu erreichen.

ready for take off

Die Flugzeit beträgt ca. eine Stunde und was den Service und die Freundlichkeit des Bordpersonals betrifft, kann sich Lufthansa mal ne ganz dicke Scheibe abschneiden. (abgesehen davon, dass ich auf die im Moment nicht so gut zu sprechen bin)

Die Landung in Berlin ist bedingt durch Seitenwinde etwas ruppig und wir fahren fast 10 Minuten bis zum Stellplatz. Dachte immer Tegel wäre so klein, aber heute habe ich das Gefühl, wir fahren einmal um das Terminal herum. Das Schöne an Tegel sind aber auch hier die kurzen Wege. Direkt nach der Kofferausgabe wartet schon unser Chauffeur, der uns zum Hotel bringt. Hört sich jetzt etwas versnobt an, aber der Chauffeurservice von Sixt ist auch nicht viel teurer als ein reguläres Taxi und ich muss mich nicht mit den diversen Taxifahrern auseinandersetzen.

Unser Hotel nähe Ku'damm erreichen wir nach kurzer Fahrt. Die Lage ist genial, in einer Seitenstraße vom Ku'damm, aber das war es dann auch schon. Das Personal ist freundlich und die Zimmer sauber, aber irgendwie stellt sich bei mir nicht das Gefühl ein, hier will ich nochmal wohnen. Wir checken nur schnell ein und begeben uns dann Richtung Ku'damm, um noch einen Happen zu essen. Das Ambiente der Tapas-Bar, in der wir landen, ist toll und der Service sehr aufmerksam. Am Essen ist eigentlich auch nichts auszusetzen, aber für den Preis könnte man etwas mehr erwarten. Naja, da zahlt man halt doch die Lage mit.

Für mich ist jetzt Feierabend, ich will morgen früh raus und mir die Schlösser in Potsdam anschauen.


Mark Hotel


Glanz und Glamour

25.10.2014

Ich glaube die Abneigung beruht auf Gegenseitigkeit. Berlin empfängt mich heute Morgen jedenfalls mit grauem Himmel. Na, egal - solange es nicht regnet.

Mit der S-Bahn bin ich in nur 30 Minuten bereits in Potsdam. Mein vorgebuchter Einlass in Schloss Sanssouci ist erst in 90 Minuten, sodass ich vorher noch ein wenig durch den Park schlendern kann.

Die alten Preußen und allen voran Friedrich der II haben sich hier wirklich ausgetobt, was Schlösser betrifft. Ich glaube es gibt keine zweite Stadt in Deutschland mit solch einer Schlösserdichte. Sie alle an einem Tag sehen, geschweige denn besichtigen zu wollen, ist schier unmöglich.

Auf meinem Weg durch die Parkanlagen komme ich zuerst am Schloss Charlottenhof vorbei. Für mich wirkt es von außen mehr wie ein griechischer Tempel.


Weiter führt mich mein Weg vorbei an den Römischen Bädern zum Chinesischen Teehaus. Es ist typisch für den Geschmack des 18. Jhdt. , wo man ganz wild auf den chinesischen Stil war. Ich hätte mir ja lieber ein zierliches Teehaus im japanischen Stil gebaut und nicht so einen protzigen Tempel. Ob bei diesem Gebäude wohl wirklich alles Gold ist, was glänzt

Jetzt wird es aber höchste Zeit mich auf den Weg zur Hauptattraktion, dem Schloss Sanssouci zu machen. Friedrich der Große selbst hat dieses Schloss entworfen und als seine Sommerresidenz bauen lassen. Verglichen mit anderen deutschen Schlössern wirkt es recht klein.

Es liegt auf einem extra dafür angelegten Weinberg und man erreicht es über eine große Freitreppe.

Im Westflügel befinden sich die Gästezimmer, die auch von dieser Seite betreten wurden. Scheinbar hatte der König recht häufig und viel Besuch, denn etwa 20 Jahre später wurden die Neuen Kammern (ursprünglich als Orangerie geplant) in ein Gästehaus mit Appartements umgebaut.

Beeindruckend im Schloss sind der Marmorsaal, der als Empfangsraum diente, sowie die Bibliothek. Anders als in vielen anderen, reichen hier die Bücherregale nicht bis an die Decke, sondern nur so weit, das der, nur


1.59m große Friedrich selber alle Bücher erreichen konnte. Sehen schon ein wenig gewöhnungsbedürftig aus, die hohen Decken und die niedrigen Regale. Mir gefällt jedoch am besten das, ganz in freundlichem Gelb gehaltene Voltaire  Zimmer mit seinen vielen Papageienfiguren.

 

Mein letzter Besuch des Tages gilt dem Orangerie Palast. Er wurde 1851-60 gebaut, um einen Platz zu schaffen, wo die tropischen Pflanzen überwintern konnten. Zu beiden Seiten des Mittelteils mit seinen zwei Türmen schließen sich 100m lange Hallen mit Glasfenstern an. Kopiert wurde damals schon. Die verbundenen Doppeltürme finden sich auch bei der Villa Medici in Rom, andere Teile ähneln den Uffizien in Florenz.

Einmal oben auf den Turm steigen muss zum Abschluss schon sein. Das letzte Stück führt eine enge Wendeltreppe hinauf. Ist hier aber gut gelöst in Form eines Ampelsystems. Da kommt einem dann wenigstens keiner entgegen.

Mir tun vom vielen Laufen jetzt langsam die Füße weh. Wie gut, dass da gerade der Bus zum Bahnhof um die Ecke biegt. Wenn ich Glück habe, schaffe ich es noch rechtzeitig zur Schlösserfahrt mit dem alten Dampfer "Gustav“.

Dumm, dass ich den richtigen Ausstieg verpasst habe. Wenn man halt nicht aufpasst. So muss ich eine Station zurück laufen, schaffe es aber gerade noch bis zur Abfahrt. Sonst hätte ich mich wahrscheinlich doppelt geärgert, denn eine spätere Abfahrt gibt es heute nicht mehr. Ist ja auch Saisonende.

Das Dampfschiff "Gustav“ ist ein Original aus dem Jahr 1806 und gar nicht eingerostet. Bei jeder Brücke, die wir unterfahren muss erst mal der Schornstein eingeklappt werden. Ende  Oktober ist es auf dem Wasser doch schon recht kühl. Da wirkt so ein Schornstein wie ein großer gusseiserner Ofen und die Plätze in seiner Nähe sind heiß begehrt. Pech, wenn man in letzter Minute an Bord kommt. Da sind die guten Plätze alle weg. Ich begnüge mich dann erst mal mit einem Kaffee, der wärmt auch. Bleibt noch die Frage nach Back- oder Steuerbord. Auf welcher Seite werden die Sehenswürdigkeiten vorüber ziehen? Klar, dass ich mich falsch entscheide und so ziehe ich mit Kaffeepott und Kuchen um auf die andere Seite.

Als erstes passieren wir Schloss Babelsberg. Es wurde im Stil einer mittelalterlichen Burg für den Kronprinzen und späteren Kaiser Wilhelm I erbaut. Im, nach englischen Vorbild angelegten Schlosspark befindet sich noch das Kleine Schlösschen und der Flatowturm. Ersteres hätte ich auch zu meiner Sommerresidenz auserkoren, ist es doch nicht zu pompös und recht übersichtlich. Der Turm ist mal wieder geklaut, das Original steht in Frankfurt.

Wir verlassen den Tiefen See und erreichen den Jungfernsee, an dessen Ufern Schloss Cecilienhof liegt. Dieses Schloss erlangte Berühmtheit, da hier nach dem zweiten Weltkrieg über die Zukunft Deutschlands entschieden wurde. Die Siegermächte vertreten durch Stalin, Churchill und Truman trafen sich am runden Tisch. Dumm nur, dass vieles, was entschieden wurde recht schnell an Gültigkeit verlor, da der Ost-West Konflikt schon bald die Lager spaltete.

Am Ende des Sees liegt dann die Pfaueninsel. Ursprünglich hieß sie Kaninchen Werder, da Friedrich I hier Kaninchen züchtete, um die Staatskasse aufzufüllen.

1658 erhielt der Alchimist  Kunkel die Insel als Geschenk. Er sollte für den Kurfürsten die wenig erfolgreiche Glasherstellung in Brandenburg konkurrenzfähig machen. Das Betreten der Insel war bei Strafe verboten und oft zogen dunkle Rauchschwaden und Gestank aufs Festland hinüber. Von schwarzer Magie war die Rede bei den Potsdamern und von Goldmacherei. Kunkel hat wohl zu sehr mit dem Feuer gespielt, denn 1689 brannte die Glashütte ab und Kunkel war wirtschaftlich ruiniert. Danach war die Insel für etwa 100 Jahre ungenutzt bis Friedrich II hier das Schloss bauen ließ. Es sollte einer romantischen Schlossruine ähneln. Friedrich III hingegen nutze die Insel später nur als Sommerresidenz, da seiner Frau das Schloss nicht gefiel. War ihr wohl nicht groß genug. Er war es auch, der einen Faible für exotische Tiere entwickelte und im Schlosspark eine Menagerie mit wilden Tieren anlegen ließ.

Diese sollten später den Grundstock für den Berliner Zoo bilden, da sein Nachfolger seine Leidenschaft nicht teilte.

Nach so viel geballter Geschichte geht es dann auf gleicher Strecke zurück nach Potsdam.

Wie schön, dass viele größere Bahnhöfe in Deutschland inzwischen recht nette Einkaufszeilen haben. So auch Potsdam, und ich kann mich bei einem Schaufensterbummel ein wenig aufwärmen und auch stärken. Dann geht es zurück nach Berlin, wo ich um 18:00 Uhr ein Date mit Sascha von Fototour Berlin habe.

Wir wollen gemeinsam das Regierungsviertel durchstreifen auf der Suche nach ein paar nächtlichen Motiven.

Übrigens ist das Viertel mit 12000km² eines der größten Regierungshauptquartiere der Welt und sogar achtmal größer als das Weiße Haus in Washington. Hat den Steuerzahler ja auch  genug Geld gekostet.

Los geht es gleich mal unten an der Spree, wo zwei der Gebäude direkt am Wasser liegen. Sie sind mit einer Brücke verbunden und symbolisieren so die Überwindung der deutsch deutschen Grenze. Vor 25 Jahren verlief hier noch die Mauer. Wenn man Glück hat kommt auch noch der eine oder andere Ausflugsdampfer auf seiner letzten Fahrt vorbei und zaubert bunte Leuchtstreifen ins Bild.

Fast noch mehr fasziniert hat mich aber die kleine Cafeteria nebenan. Nicht wegen dem Kaffee. Den konnte ich ja nicht testen, da alles schon geschlossen. Nein, wegen der vielen bunten Lampen im Inneren. So, und wer weiß nun, wo die sich ursprünglich befunden haben? An ihren heutigen Platz sind sie erst nach der Wende gekommen. Kleiner Tipp: das Gebäude wurde im Volksmund nach ihnen benannt.

Das nächtliche Foto vom Reichstag und dem Brandenburger Tor darf natürlich auch nicht fehlen. Den Reichstag bekommen wir noch sehr schön in Szene gesetzt als Spiegelung im Wasserbecken des Mahnmals für Sinti und Roma. 


Leider fängt es dann an zu regnen und wir brechen unsere Tour ein viertel Stündchen früher ab. Nach dem langen Tag auf den Beinen (keine Ahnung wie viele Kilometer das wohl waren) bin ich auch nicht wirklich böse darüber. Zurück im Hotel werde ich erst mal die Beine hochlegen.

Ach ja, und hier noch die Auflösung: die Lampen stammen aus Erichs Lampenladen oder besser dem Foyer des nicht mehr existierenden Palast der Republik.

ein dunkles Kapitel

26.10.2014

Heute widmen wir uns der weniger schönen Seite von Berlin. Ein Besuch im Konzentrationslager Sachsenhausen ist geplant. Mit der Bahn ist man in ca. 30 Minuten in Oranienburg. Vom Bahnhof sind es dann aber nochmal ca. 2.5 km zu Fuß. Kleiner Vorgeschmack auf das, was die Gefangenen so mitgemacht haben.

Als die damalige DDR 1960 das ehemalige Lager in eine Gedenkstätte umwandeln wollte, hielt man leider viele der Bauten für nicht erhaltenswert. Eigentlich schade und so zeugen heute nur noch die beschrifteten Grundrisse von den ehemaligen Gebäuden. Auf der anderen Seite wird dadurch aber auch deutlich, wie groß das Gelände ist. Von 1936 bis 1945 waren in diesem Lager 200 000 Strafgefangene untergebracht. War das Lager überbelegt, mussten sich bis zu drei Gefangene eine Pritsche teilen. Die Schlaflage während der Nacht zu ändern war nur kollektiv möglich. Jede der Gefangenenbaracken bestand aus zwei Flügeln mit Aufenthaltsraum für den Tag und dem Schlafsaal für die Nacht. Dazwischen befanden sich ein Wasch- und ein Toilettenraum. Die Gefangen wurden hier als Versuchskaninchen für die Erprobung von Medikamenten und zur Erforschung eines Impfstoffs gegen Hepatitis missbraucht. Auf dem Gelände gab es auch eine sogenannte Schuhstrecke, ein Weg mit unterschiedlichem Belag auf dem Schuhsohlen getestet wurden. Dazu mussten die Gefangenen mit Rucksäcken beschwert stundenlang den Weg ablaufen.

Zu denken geben einem die vielen Ausstellungen allemal, aber einige Plätze lassen einen auch schaudern, wie der Tötungsgraben oder der Sezierraum im Keller der ehemaligen Krankenstation.

Nach drei Stunden (und die Zeit sollte man sich auch nehmen) bin ich froh diese Stätte verlassen und dieses dunkle Kapitel unserer Geschichte zuschlagen zu können.

Leider wird es seit der Umstellung auf die Winterzeit recht früh dunkel, so dass ich beschließe meine Besichtigungstour für heute zu beenden.

Berlins Mitte

Panoramapunkt

27.10.2014

Am letzten Tag empfängt Berlin mich dann doch noch mit Sonnenschein und recht angenehmen Temperaturen. Geplant ist ein Stopp am Potsdamer Platz mit dem Panoramapunkt. Im 24.Stock befindet sich hier eine Aussichtsplattform auf zwei Etagen. Europas schnellster Fahrstuhl fährt in nur 20 Sekunden nach oben. Die Aussicht finde ich persönlich aber nicht so spektakulär. Nicht, dass man keinen tollen Blick über Berlin hätte und auch einige Sehenswürdigkeiten kann man entdecken. Wenn ich aber die Wahl hätte würde ich lieber ein paar Euro mehr ausgeben und mir Berlin vom Fernsehturm am Alex anschauen. Dort liegen einem viele Berliner Sehenswürdigkeiten im wahrsten Sinne des Wortes zu Füssen.

Der Potsdamer Platz begeistert mich jetzt nicht so wirklich und doch ist es ein geschichtsträchtiger Ort. In den 20iger Jahren war er der verkehrsreichste Platz in Europa und auch die erste Ampelanlage wurde hier 1924 in Betrieb genommen. Wurde wohl auch nötig bei ca. 20 000 Fahrzeugen pro Tag.

Im zweiten Weltkrieg wurde der Platz dann vollkommen zerstört. Nur die Ruine des Grandhotels  Esplanade stand noch. Das Schicksal war dem Platz aber nicht hold, denn 1961 wurde er mit dem Bau der Mauer zweigeteilt. Nach der Wiedervereinigung wurde er dann zur größten Baustelle Europas.

Von hier geht es weiter zum gegenüber liegenden Sony Center mit seiner eindrucksvollen Kuppel, die es zu einem Wahrzeichen Berlins gemacht hat. An einer Außenseite kann man noch einen Blick auf die Überreste des oben erwähnten Hotels werfen.

Nicht weit entfernt liegt das Holocaust Mahnmal mit seinen Stelen. Bevor ich aber die Straße überqueren darf, muss ich erst mal unsere Bundeskanzlerin vorbei lassen. In gemächlichen Tempo, flankiert von Polizei auf Motorrädern zieht der Konvoi vorbei. Die haben scheinbar alle Zeit der Welt.

Aber zurück zum Mahnmal. Der Tag ist ideal. Durch den Sonnenschein bilden sich zwischen den Stelen schöne Muster aus Licht und Schatten. 2711 dieser Stelen wurden hier auf 19000 m² errichtet und sollen an die ermordetet Juden in Europa erinnern.

Checkpoint Charlie habe ich schon sooft besucht, der steht dieses Jahr nicht wirklich auf der Liste. Trotzdem lenke ich meine Schritte jetzt in diese Richtung. Nebenan hat ein Trabi Museum seine Tore geöffnet. Der Trabi war das Auto in der DDR und man musste ihn bereits zur Geburt des Nachwuchses bestellen, damit er mit Bestehen des Führerscheins geliefert wurde. (heißt es). Es gibt sogar eine Rennwagenversion, die es immerhin auf ganze 196 km/h gebracht hat. Keine wirkliche Konkurrenz für Ferrari und Co, aber immerhin. In einem Modell kann man sogar Probesitzen und ich finde, so schlecht war der gar nicht. Platzmässig gibt mein Lupo auch nicht mehr her. (das bleibt aber unter uns)

Am besten gefällt mir aber das Modell "Sachsenruh“ mit Dachzelt. Das ist für zwei Personen richtig geräumig. Nicht, dass ich so in Urlaub fahren wollte, aber das liegt eher an meiner generellen Abneigung von Zeltübernachtungen. (Es sei denn sie befinden sich in einem Nationalpark in Afrika und gehören der Luxusvariante an)

Checkpoint Charlie ist wie eigentlich immer von Touristen umzingelt. Wie oft der wohl schon  fotografiert wurde?

Für mich wird es Zeit den Rückweg zum Hotel anzutreten, da in wenigen Stunden mein Flieger zurück nach Mannheim geht.

Ein letzter kurzer Bummel über den Ku'damm, einst Berlins Flaniermeile, beendet diesen Städtetrip. Durch die vielen Malls, die in der Stadt wie Pilze aus dem Boden schießen, hat der Ku'damm irgendwie an Attraktivität verloren. Vor dem Mauerfall kam man hierher zum Shoppen, heute gibt es Malls mit einem weit größeren Angebot, wie die erst im September eröffnete Mall of Berlin nähe Potsdamer Platz.

Zu mindestens das KaDeWe (mit 60000 m² Verkaufsfläche das größte Kaufhaus Europas und das bekannteste in Deutschland) und der "Hohle Zahn" (die Ruine der Kaiser Wilhelm Gedächtniskirche) sind noch immer Publikumsmagneten.

Mit dem Bus geht es dann in 20 Minuten raus zum Flughafen Tegel. Eigentlich gut, dass der neue immer noch nicht fertig ist, denn da würde die Anfahrt etwas länger dauern. Auch Berlin ist ein Flughafen der kurzen Wege, auch wenn man ein paar Schritte mehr benötigt, als in Mannheim.

Eins muss aber vor dem Abflug noch sein, denn das gehört zu meinem Pflichtprogramm in Berlin. Zwischen Terminal A und D steht ein S-Bahnwagen und hier bekommt man eine richtig gute Currywurst.